Hilfe bei verengten Herzkranzarterien

Im OP: Eine Herzkatheteruntersuchung ist wichtig, wenn die Herzkranzarterien verstopft sind. Foto: Diakonie / nh

Genau das verursacht Beschwerden wie Atemnot und Schmerzen in der Brust (Angina pectoris), sagt Prof. Dr. Albrecht Vogt, Chefarzt der Kardiologie in den Diakonie-Kliniken Kassel. Zudem sind die Engstellen der Herzkranzgefäße Ursache für Herzinfarkte und damit eine lebensbedrohliche Gefahr für den betroffenen Patienten.

Zur Erkennung der Erkrankung ist die Herzkatheteruntersuchung die sicherste Methode. Hierbei handelt es sich um ein medizinisches Verfahren, bei dem ein dünner Kunststoffschlauch von der Bein- oder Pulsschlagader zum Herzen geführt wird. Hierüber wird Kontrastmittel direkt in die Herzkranzgefäße eingespritzt. Per Röntgenfilm ist es so möglich, die Engstellen an den Herzschlagadern präzise sichtbar zu machen.

In vielen Fällen können die Verengungen durch das Einführen kleiner Ballonkatheter erweitert werden. An der Engstelle angekommen, wird dieser Ballon aufgebläht und das verengte Gefäß somit erweitert (Koronardilatation). Dabei wird oft zusätzlich ein kleines Metallnetz, auch Stent genannt, eingesetzt, um die erweiterte Stelle offen zu halten. Dadurch wird der Patient in der Regel beschwerdefrei.

Je nach Untersuchungsziel ist es möglich, verschiedene Stellen im Herzen beziehungsweise in den Herzkranzgefäßen anzusteuern. Wie jede invasive medizinische Behandlung hat auch der Herzkatheter Risiken, und nicht alle Verengungen von Herzkranzgefäßen können erweitert werden. Leider ist auch der Herzkatheter allein keineswegs in der Lage, die Erkrankung vollkommen zu beherrschen oder gar zu heilen. Hierzu sind eine disziplinierte Mitarbeit des Patienten und eine lebenslange Behandlung mit Medikamenten erforderlich. Zu den größten Risikofaktoren gehören Bluthochdruck, erhöhtes Cholesterin, Diabetes, Überernährung, Bewegungsmangel und Rauchen. (nh)

E Mehr Infos: Ärzte im Dialog, 21. September, 18 Uhr, Diakonissen-Krankenhaus

Quelle: HNA

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