Hitzefrei für die Venen

Geschwollenen und schmerzenden Beinen kann wirksam vorgebeugt werden. Es gibt wirksame Tipps, mit denen die Venen auch an sommerlichen Tagen in Schwung bleiben.

Entspannte Stunden am Strand oder im Freibad, Eis essen oder ausgedehnte Ausflüge – der Sommer lockt zu zahlreichen Aktivitäten nach draußen. Gleichzeitig belasten steigende Temperaturen jedoch den Körper und rufen oft hitzebedingte Beschwerden hervor. So dehnen sich bei Wärme etwa die Venen aus und viele Menschen klagen über geschwollene, schmerzende Beine. „Hält diese Belastung an, wächst die Gefahr, dass sich Blut in den Gefäßen staut und langfristig Krampfadern entstehen“, erklärt Prof. Dr. Dr. Stefan Hillejan, Phlebologe und Proktologe und Vorsitzender des Berufsverbands Qualifizierter Medizinischer Sachverständiger Deutschlands. Doch der Experte kennt wirksame Tipps, mit denen die Venen auch an sommerlichen Tagen in Schwung bleiben.

Aktive Unterstützung

Täglich transportieren unsere Beinvenen rund 7000 Liter Blut zurück zum Herzen. Mithilfe der Muskelpumpe und Venenklappen, die den Strom nur in Richtung Herz durchlassen, bewältigen sie diese Aufgabe sogar gegen die Schwerkraft. Um dieses System zu unterstützen, hilft vor allem regelmäßige Bewegung. So fördern sanfte Sportarten wie Schwimmen oder Radfahren, aber auch schon einfaches Spazierengehen durch wechselnde Be- und Entlastung den Bluttransport und stärken die für diesen Vorgang wichtige Muskulatur nachhaltig.

Auch zwischendurch helfen gezielte Übungen, schwere Beine zu mildern und die Venenpumpe wieder in Gang zu bringen. Dazu beispielsweise im Wechsel auf die Zehenspitzen stellen und Fersen wieder absenken.

Kühles Bein bewahren

Akuten wärmebedingten Beschwerden lässt sich am besten mit Abkühlung entgegenwirken: Kalte Güsse, Wechselduschen oder auch ein regelmäßiger Gang ins Schwimmbad erfrischen nicht nur, sondern sorgen gleichzeitig dafür, dass sich die Gefäße zusammenziehen und die Venen wieder aktiv arbeiten. Um unnötige Belastung zu vermeiden, gilt es beim Sonnenbaden, die Beine vor direkter UV-Strahlung zu schützen. „Für unterwegs oder auch im Büro beugen Sprays mit kühlenden und durchblutungsfördernden Inhaltsstoffen wie Menthol und Kampfer schweren Beinen vor“, ergänzt Prof. Hillejan.

Druck und Freiraum

Bringen Bewegung und Abkühlung nicht die erhoffte Linderung und halten Beschwerden länger an, empfiehlt es sich, Rücksprache mit dem Arzt zu halten. Dieser verschreibt gegebenenfalls Kompressionsstrümpfe, welche die Venen durch gleichmäßigen Druck von außen unterstützen. Im Gegensatz zu früheren Modellen gibt es heute deutlich dünnere Strümpfe und diese in verschiedenen Farben und Mustern, sodass die Träger diese auch modisch kombinieren können.

Etwas geringeren Druck üben Stützstrümpfe aus, die auch außerhalb eines Sanitätshauses erhältlich sind. Diese bieten sich zum Beispiel bei längeren Flügen in den Urlaub an. „Gleichzeitig sollten Betroffene vor allem bei hohen Temperaturen darauf achten, weite Kleidung zu tragen, die nicht einengt“, ergänzt Prof. Hillejan. „So behindern schmal geschnittene Jeans beispielsweise den Blutfluss in den Beinen und fördern dadurch Schwellungen.“ Wer also mit wenigen alltäglichen Maßnahmen hitzebedingten Venenprobleme vorbeugt, kann den sonnigen Tagen entspannt entgegenblicken. (www.praxisklinik.com/nh)

Quelle: HNA

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