Hilflos gegen Orangenhaut? Fünf Mythen zum Thema Cellulite

Egal ob am Badesee, in einem kurzen Rock oder unter der Leggins: Frauen, die unter Cellulite leiden, kämpfen das ganze Jahr über gegen Orangenhaut.

Während Männer ihre Fettreserven vor allem zwischen den Organen anlagern, lenken weibliche Sexualhormone diese bevorzugt unter die Haut anPo und Oberschenkeln. „Wenn dort schwaches Bindegewebe vorliegt, entstehen Verklebungen der ansässigen Zellen. Nach außen zeichnen sich diese durch unästhetische Dellen ab“, weiß Dr. Christian Schmitz, Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie. „Viele Betroffene gehen dann mit mehr oder weniger gut funktionierenden Hilfsmitteln wie Cremes oder Massagen gegen diese Stellen vor.“

Veränderungen im Bindegewebe lassen sich jedoch nicht mit jeder Methode erfolgreich behandeln. Im Folgenden erklärt der Experte die Top 5 der Cellulite-Mythen.

Mythos 1: Mit Joggen gegen Orangenhaut

Zur Förderung der Durchblutung gehen einige Frauen joggen. „Zwar kurbelt Bewegung die Kalorienverbrennung an und vermindert gemeinsam mit einer gesunden Ernährung den prozentualen Fettgehalt im Körper“, erklärt Dr. Schmitz. „Durch die stumpfe Irritation beim Auftreten wird das Bindegewebe jedoch zusätzlich geschwächt.“

Vor allem Frauen mit starken Dellen sollten daher auf sanftere Bewegung wie Walking oder Schwimmen setzen. Tipp: Wer zusätzliche Kräftigungsübungen ins Training einbaut, stärkt die Unterhaut und fördert ein glattes Hautbild an Po und Oberschenkeln.

Mythos 2: Beautycremes zaubern Cellulite weg

Neue Produkte mit Wirkstoffen wie Koffein werben damit, die Haut zu glätten und somit Cellulite entgegenzuwirken. „Zwar lässt sich mit solchen Cremes die obere Hautschicht festigen und die Dellen kommen nicht mehr so stark zum Vorschein. Das eigentliche Problem, nämlich die Fettzellen, bleibt jedoch weiterhin bestehen“, betont der Experte. Tägliches Eincremen bildet daher nur die Basis für weitere Maßnahmen.

Mythos 3: Cellulite lässt sich wegmassieren

Spezielle Massagegriffe und Drucktechniken sollen dazu beitragen, die durch Fettzellen entstandenen Verklebungen wieder zu lösen. Aufgrund der positiven Wirkung bieten viele Massagepraxen diese durchblutungsfördernde und den Lymphfluss anregende Technik bereits in ihren Räumen an. „Doch allein durch diese Kur lässt sich Cellulite nicht bekämpfen“, betont Dr. Schmitz. „Nur mithilfe zusätzlicher Fettreduktion durch eine Kombination aus Ernährungsumstellung und Muskelaufbauübungen lassen sich sichtbare Erfolge erzielen.“

Mythos 4: Männer bekommen keine Cellulite

In den meisten Fällen entwickelt sich beim männlichen Geschlecht keine Orangenhaut, da das Bindegewebe parallel zur Haut und nicht wie bei Frauen vertikal verläuft. Wenn Männer jedoch – beispielsweise aus medizinischen Gründen – Östrogene erhalten, wirkt sich dies auf die Elastizität des Bindegewebes aus. „Also können auch Männer in seltenen Fällen Cellulite bekommen“, sagt Dr. Schmitz.

Mythos 5: Letzte Chance Fettabsaugung

Früher galt ein operativer Eingriff als letzte Alternative, die Fettpölsterchen und Dellen komplett zu entfernen. Damit sind oftmals Narben und Schmerzen nach der Behandlung verbunden. „Für Frauen, die sich ihre überflüssigen Pfunde und Cellulite schonender entfernen lassen möchten, gibt es heutzutage die Möglichkeit eines Lasereingriffs“, betont Dr. Schmitz. „Der sogenannte SlimLipo kommt ohne Schnitte aus, reduziert die Fettzellen und strafft gleichzeitig auch die Haut.“

(www.pure-plastische-chirurgie.de/nh)

Quelle: HNA

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