Herbst: Leidenszeit für Wetterfühlige

Kopfschmerzen: Damit haben Wetterfühlige oft zu kämpfen.

Die Hoffnung auf Sonne und angenehme Temperaturen schwinden mit dem bevorstehenden Herbst. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldet wechselhaftes und kühles Regenwetter in seiner Prognose für die kommende Woche. „Jetzt wäre die Zeit, den Akku im Körper noch einmal aufzuladen.

Trotz Regenwetters sollte jeder möglichst viel Licht und frische Luft tanken und damit seine Gesundheit stärken“, sagt Claus Uebel, Sprecher der DAK in Hessen.

Mit Beginn der dunkleren Jahreszeit und des wechselhaften Wetters würden viele Menschen wieder mehr unter Wetterfühligkeit leiden: Jeder Zweite in Deutschland klagt darüber. Obwohl ein direkter Zusammenhang zwischen dem Wetter und den meisten körperlichen Beschwerden nicht eindeutig nachgewiesen wurde, haben beispielsweise Sonne, Temperatur, Wind und Feuchtigkeit Auswirkungen auf unsere Gesundheit. „Ein Herbst-Hoch mit viel Sonnenschein und Wohlfühl-Temperaturen steigert die Stimmung am Tag und eine nächtliche Abkühlung sorgt für einen guten Schlaf“, so Christina Koppe, Medizinmeteorologin beim Wetterdienst. Das schöne Wetter beim Altweibersommer lade zu mehr Aktivitäten im Freien ein als Sonnenschein im Hochsommer, wenn es tagsüber zu heiß ist, um draußen aktiv zu sein.

Wenn dann das Wetter im Herbst umschlägt, Sturmtiefs und schnelle Temperaturwechsel auf uns einwirken, nehmen auch Gesundheitsbeschwerden zu. „Dabei entstehen nicht unbedingt neue Krankheiten, aber Probleme werden öfters verstärkt.“

Wohlbefinden

Den Kreislauf in Schwung bringen und entspannt schlafen

Bewegung an der frischen Luft: Das bringt den Kreislauf in Schwung, hilft bei niedrigem Blutdruck und bei Kopfschmerzen. Auch eine Tasse Kaffee kann Wunder wirken.

Wechselbäder: Schon Sebastian Kneipp kannte das Problem der Wetterfühligkeit. Er empfahl seinen Kurgästen Wechselbäder; das trainiert auch das Immunsystem und hilft dem Körper, sich schneller auf wechselnde Umwelteinflüsse einzustellen. Außerdem sind regelmäßige Saunagänge gut für das Wohlbefinden.

Entspannung: Wer entspannt ist, kann besser mit dem Wetterstress umgehen. Dabei unterstützen Qi Gong, autogenes Training oder Yoga. Ein erholsamer Schlaf lässt Kopfschmerzen vergessen.

Lichttherapie: In den dunklen Monaten leiden viele Menschen an depressiven Verstimmungen, bekannt auch als „Winter-Blues“. Eine gezielte Lichttherapie kann das Wohlbefinden steigern.

Gesunde Ernährung: Studien belegen, dass schlanke Menschen, die sich bewusst ernähren, weniger unter den Launen des Wetters leiden als Übergewichtige. Achten Sie darauf, dass Sie ausgewogen und vollwertig essen.

Untersuchung beim Arzt: Wenn Präventionsmaßnahmen nichts helfen und die Beschwerden schlimmer werden, empfiehlt sich ein Arzt-Check.

Quelle: HNA

Kommentare