Neuartiges Hörgerät ist von außen nicht sichtbar und kann Wochen getragen werden

Der Helfer sitzt im Gehörgang

Was hat er gesagt? Ab einem gewissen Lebensalter häuft sich diese Frage. Der selbstkritische Fragensteller registriert, dass es wohl nicht an der undeutlichen Aussprache seines Gegenüber liegt, sondern am eigenen nachlassenden Hörvermögen. Das einzugestehen, fällt nicht leicht. Mit fortschreitendem Hörverlust ist irgendwann eine Entscheidung fällig, ob man ein Hörgerät zu Hilfe nimmt.

Unsichtbares Gerät

Für viele Menschen ist damit ein ästhetisches Problem verbunden, dass sie davor zurückschrecken lässt, ein Hörgerät zu tragen. Zu offensichtlich erscheint ihnen das eigene Handicap. Das Hilfsmittel stellt für sie eine Beeinträchtigung der Lebensqualität dar, die gleichrangig ist mit der Minderung des Hörvermögens. Viele Menschen verzichten daher auf das Hilfsmittel.

Ein neuartiges Hörgerät kann dieses Problem lösen. Es ist vergleichbar mit einer Kontaktlinse, die unsichtbar ein Handicap verbessert. Das Gerät wird vom Hörgeräteakustiker tief in den Gehörgang eingesetzt und ist von außen nicht sichtbar. Es ist für Menschen mit einem leichten bis mittelgradigen Hörverlust geeignet. Zuvor prüft der Hörgeräteakustiker, ob das Gerät die vorliegende Hörstörung beheben kann.

Außerdem müssen die anatomischen Gegebenheiten im Gehörgang das Tragen eines solchen Gerätes erlauben. Es dürfen keine medizinischen Gründe gegen das Tragen von Lyric sprechen. Nach dem Einsetzen wird das Hörgerät digital programmiert. Die Hörhilfe ist aus gut verträglichem Weichschaum-Material. Dadurch passt es sich den anatomischen Gegebenheiten an. Ein angenehmer und zugleich sicherer Sitz des Gerätes im Gehörgang ist dadurch sicher.

Praktisch wartungsfrei

Einmal an Ort und Stelle, bedarf es keiner weiteren Handhabung. Das Gerät ist alltagstauglich. Der Benutzer kann ohne Beeinträchtigung Sport treiben, Duschen oder Telefonieren. Auch nachts kann es problemlos im Gehörgang bleiben. „Der Träger muss sich weder um Batteriewechsel noch Reinigung kümmern. Er kann über einen längeren Zeitraum vergessen, dass er ein Hörgerät trägt“, sagt Hörgeräteakustikermeister Peter Denkert.

Bis zu vier Monate kann das Hörgerät getragen werden, dann steht ein Wechsel an. Der Hörgeräteakustiker ersetzt das Gerät durch ein neues. „Die Kunden profitieren somit von den neuesten technischen Entwicklungen“, sagt Peter Denkert. (zip)

Quelle: HNA

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