Kompetenzen der Zukunft

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Hauswirtschaftliche Fachkräfte sind dort erforderlich, wo es um Alltagsorientierung, Hilfen im Tagesablauf und damit die Lebensqualität von Menschen geht. Einen Einstieg in diesen Beruf bietet unter anderen die BBS II in Northeim für Schüler im Rahmen der Berufsfachschule Hauswirtschaft und Pflege.

Bildergalerie I: In der Küche

Hauswirtschaft: Die Pflege

Hauswirtschaft: Die Wahrnehmung

Durch den demografischen Wandel verändert sich in der Gesellschaft vieles. Immer mehr Senioren wollen lange selbstständig sein. Für sie eignen sich Konzepte wie die Alten-WG oder Betreutes Wohnen. Sie benötigen oft Unterstützung im Haushalt - etwa bei der anstrengenden Reinigung der Wohnung -, Regelung von Ämter- und Arztbesuchen und Unterstützung beim Einkaufen und Kochen.

Zudem sind immer mehr Frauen berufstätig. Es gibt also einen steigenden Bedarf an Kinderbetreuung. Diese können selbstständige Tagesmütter mit der Grundausbildung Hauswirtschaft leisten.

Auch die Außer-Haus-Versorgung nimmt stetig weiter zu, da weniger Mahlzeiten zu Hause eingenommen werden. Hier findet sich ein weiteres Betätigungsfeld der Hauswirtschaft.

Alle diese Veränderungen sind Grundlagen für den Einsatz neuer Arbeitskräfte mit einer anspruchsvollen Ausbildung. Kaum ein Beruf ist vielfältiger und abwechslungsreicher als der Beruf des Hauswirtschafters. Hauswirtschafter sind Dienstleister: Sie sind Allrounder in Organisation, Verwaltung und Management. In allen Bereichen können sie tätig werden: Tourismus (Hotels), Sozialstationen, Altenheime, Krankenhäuser, Privathaushalte, Betreuungseinrichtungen, Kindergärten und Horts, im betreuten Wohnen oder einer „Alten-WG“. Auch Wellness- und Gesundheitseinrichtungen, Internate sowie Tagungshäuser und Jugendherbergen zählen zu den Tätigkeitsfeldern. Zudem werden sie über das Jugendamt und die Krankenkasse als sogenannte „Dorfhelfer“ in Familien mit einem Anspruch auf Haushalts- und Kinderversorgung vermittelt.

So reich wie ihre Tätigungsfelder, so reich sind auch die fachlichen Kenntnisse der Hauswirtschafter. Sie beinhalten pflegerisches Handeln ebenso wie den wirtschaftlichen Umgang mit Geld, Maschinen und Lebensmitteln. Weiterhin unterstützen sie Beziehungen von Menschen, setzen vollwertige Speisepläne um und haben Kenntnisse im Bereich der Krankenkost und der Schaffung einer gesunden Wohnumgebung. Im Übrigen bleiben jungen Menschen, die sich zum Hauswirtschafter ausbilden lassen, vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten. Dazu gehören die hauswirtschaftliche Betriebsleiter, Meister sowie Dorfhelfer. Lange Jahre wurde diese Ausbildung nicht ernst genommen. Mit unserer heutigen Gesellschaft jedoch ergeben sich neue Perspektiven und die Attraktivität des Berufes nimmt deutlich zu. Gesucht werden daher weibliche und männliche Auszubildende, die sich diesen neuen und hohen Anforderungen gewachsen fühlen. (ysl)

Quelle: HNA

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