Hausmittel, die heilen helfen

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Heilsame Dämpfe: Ein Dampfbad mit Kamillenblüten zum Inhalieren bei Husten und verstopfter Nase ist ein beliebtes Hausmittel.

Auch wenn der Herbst sich noch von seiner milden Seite zeigt, hat die Erkältungszeit doch längst begonnen. Meist sind es grippale Virus-Infekte, die einen dicken Schnupfen, Halsschmerzen, Husten und mitunter auch Fieber auslösen.

Die Grippe indes scheint in unserer Region noch nicht aktiv. Jetzt ist also die richtige Zeit, unser Immunsystem zu stärken und Tipps und Rezepte für den Fall zu sammeln, dass es einen doch erwischt. Viele Leser sind unserem Aufruf gefolgt und haben uns ihre bewährten Hausmittel und Tipps für die Erkältungszeit geschickt:

Abwehr stärken

Seit Walter Pitsch aus Calden eine Sendung mit Prof. Hademar Bankhofer im Fernsehen gesehen hatte, trinkt er jeden Morgen nüchtern ein Glas mit 250 Millilitern (körperwarmem) Tomatensaft mit sechs Gramm Olivenöl. Der 76-Jährige hat das Rezept mit einer Prise (0,4 Gramm) Ingwerpulver und einer Prise Chilipulver noch etwas angereichert. Wem das zu scharf sei, der könne den Chili und eventuell auch den Ingwer weglassen, rät er. Seit Jahren habe er keinen Virus-Infekt mehr gehabt, schwört Walter Pitsch auf dieses Rezept.

Sabine H. aus Kassel hat sich in der kalten Jahreszeit daran gewöhnt, jeden Abend die Nase mit einer Nasendusche (erhältlich in der Apotheke) zu säubern. Dazu rührt sie einfach aus einem Liter lauwarmem Wasser und etwa neun Gramm Kochsalz eine sogenannte isotone Lösung an, deren Salzkonzentration der im menschlichen Blut entspricht. „Das reinigt die Nase und befeuchtet die Schleimhäute“, schreibt sie. Zusätzlich benutzt sie bei trockener Heizungsluft tagsüber Meerwasserspray.

Erste Symptome

Wenn die Nase zu laufen beginnt oder es anfängt, im Hals zu kratzen, nimmt Sabine H. den Rest des angerührten Salzwassers zusätzlich zum Gurgeln. Gegen Halsschmerzen kaut sie auch Salbeiblätter oder trinkt einen Salbeitee.

Andere Leser schwören auf das alte und bewährte Hausmittel „Heiße Zitrone“. So schreibt Gloria Träger auf der Facebook-Seite „HNA Fit und gesund“, dass sie in das heiße Getränk noch Honig gibt. Dazu sollte man den Saft einer ausgepressten Zitrone in eine Tasse geben und mit abgekochtem, aber nicht mehr kochend heißem Wasser auffüllen. Einen Esslöffel Honig dazu und gut umrühren. Eine heiße Zitrone soll bei wöchentlicher Anwendung übrigens auch vorbeugend helfen.

Manche schwören auch auf heißes Ingwerwasser: Ein etwa drei Zentimeter großes geschältes Stück zehn Minuten in sprudelndem Wasser kochen, dann über den Tag verteilt portionsweise trinken.

„Ich benutze im Moment Colostrum (Vor- oder Biestmilch) und Cystus Incanus (Cist Rose = griechische Rose)“, schreibt Melanie Kummrow. „Diese beiden kombiniert machen einen wieder richtig fit.“ Colostrum sei vorbeugend zu empfehlen, um gut durch den Winter zu kommen, da es das Immunsystem aufbaue und stärke. Ein Tipp, der auch von Andrea Rüppel kommt.

Das hilft außerdem: Aufsteigende Fußbäder. Dazu das Fußbad mit einer Temperatur von 36 Grad beginnen. Nach etwa 15 Minuten sollte sich das nachfließende Wasser auf 39 bis 41 Grad erwärmt haben.

Wenn die Nase verstopft ist oder die Nebenhöhlen Beschwerden machen, hilft Rotlicht. Denn die Nasenschleimhaut schwillt bei Rotlicht ab.

Husten

Elke K. aus Kassel schwört bei Husten auf ein Rezept ihrer Großmutter, das auch bei ihren Kindern meist helfe: Dazu höhlt sie einen Schwarzen Rettich etwas aus und gibt braunen Kandiszucker in das entstandene Loch. Nun muss man nur noch warten, bis sich Flüssigkeit bildet. Und fertig ist der Hustensaft.

Außerdem müssen ihre Lieben bei Husten so früh wie möglich anfangen zu inhalieren: In kochendes Wasser kommen zwei Beutel Kamillentee und ein Teelöffel Salz. Damit werde ein Plastik-Inhalator aus der Apotheke befüllt.

Von Martina Heise-Thonicke

Quelle: HNA

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