Gesundheit 2013: Telefonsprechstunde zum Thema Hüft-Endoprothetik

Zirka 150 000 Menschen werden jährlich mit einem künstlichen Hüftgelenk (Hüft-Total-Endo-Prothese, TEP) operativ versorgt. Als Ursache für die Operation besteht bei zirka 25 Prozent der operierten Patienten ein Gelenkverschleiß durch den normalen Alterungsprozess.

Der überwiegende Anteil der Patienten hat andere Gründe für die Gelenkveränderung, beispielsweise Erkrankungen der Kindheit (zum Beispiel Hüftkopfablösung), unfallbedingte Gelenkveränderungen (Brüche), Fehlanlage der Gelenkpfanne, systemische Erkrankungen (Rheuma) oder Ernährungsgewohnheiten (Übergewicht, Alkohol).

Es stehen bewährte Operationsmethoden zur Verfügung. In einzelnen Fällen können korrigierende Eingriffe am Knochen erfolgen. In der Regel ist jedoch die Implantation einer Hüft-TEP notwendig. Hierbei werden sowohl die Gelenkpfanne als auch der Hüftkopfersetzt. Die Verankerung der Prothesen erfolgt zementfrei oder zementiert.

Die Knochenfestigkeit beeinflusst die Entscheidung, welche Verankerungsart gewählt wird. Als Material für die Gleitfläche der Pfanne und für den Kopf haben sich Kunststoff oder Keramik besonders bewährt. Die verlorengegangene Lebensqualität und das Versagen nicht-operativer Therapiemaßnahmen sind in der Regel das entscheidende Argument für eine Operation. Hierbei stehen Schmerzen bei Bewegung, Einschränkung der Beweglichkeit, deutliche Verminderung der Gehstrecke und Nachtschmerz im Vordergrund. Wenn man die individuelle Situation des betroffenen Patienten und den Leidensdruck beachtet, wird man nicht voreilig ein operatives Verfahren empfehlen.

Zur Person: Dr. med. Ralf-Georg Nachtwey, geboren in Celle, ist als Facharzt für Orthopädie in der „Orthopädischen Praxis in Wilhelmshöhe, OPiW) seit sechs Jahren tätig. Die Facharztausbildung erfolgte in Kliniken in der Nähe Bremens und Kassels. Tätigkeitsschwerpunkte sind die Knie- und Hüft-Endoprothetik sowie die konservative und interventionelle Therapie der Wirbelsäule.

Dr. Ralf-Georg Nachtwey beantwortet Ihre Fragen zum Thema Hüft-Endoprothetik am Freitag, 1. Februar, von 14 bis 16 Uhr unter Telefon 05 61/203 14 82

Quelle: HNA

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