DAK und BKK Gesundheit fusionieren Anfang 2012 zur DAK-Gesundheit

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Neues Bündnis im Gesundheitswesen: Die Deutsche Angestellten Krankenkasse und die BKK Gesundheit schließen sich zum Jahreswechsel zur DAK-Gesundheit zusammen. So entsteht eine der größten deutschen Krankenkassen, die dann rund 5,1 Millionen Mitglieder und rund 6,6 Millionen Versicherte betreut, wie die DAK mitteilte.

Die fusionierte Kasse mit rund 850 Servicezentren wird Nummer drei auf dem Markt, hinter der Barmer GEK (8,6 Millionen) und der Techniker Krankenkasse (7,6 Millionen).

Die Kunden sollen keinen Zusatzaufwand haben. Alle Krankenversicherungskarten gelten weiter, alle Behandlungen können fortgesetzt werden, wie die Kasse mitteilte. Auch die Zusatzversicherungen bleiben bestehen. Wie ein DAK-Sprecher sagte, beschäftigen beide Kassen derzeit insgesamt rund 12 000 Mitarbeiter, davon rund 1600 bei der kleineren BKK Gesundheit.

Ein Personalabbau sei mit der Fusion nicht geplant. "Mit dieser Verbindung zweier Stärken wird sich die DAK-Gesundheit deutlich von ihren Mitbewerbern abheben", kommentierte DAK-Chef Herbert Rebscher die Entscheidung der Verwaltungsräte. Nach Überzeugung des Vorstandes der BKK Gesundheit, Thomas Bodmer, bringt der Zusammenschluss der größten Betriebskrankenkasse und der drittgrößten Ersatzkasse für die Kunden deutliche Vorteile. Hauptsitz der fusionierten Kasse, die dem Verband der Ersatzkassen (vdek) angehören soll, wird Hamburg.

Dreiköpfiger Vorstand

Dem Verwaltungsrat der DAK-Gesundheit werden 28 Versichertenvertreter sowie zwei Arbeitgebervertreter angehören. Der Haushalt der neuen Krankenkasse beträgt den Angaben zufolge 2012 rund 20 Milliarden Euro. Die konstituierende Sitzung des neuen Verwaltungsrates ist für Januar 2012 vorgesehen. Rebscher soll Vorstandsvorsitzender werden, sein Vize wird Claus Moldenhauer, der auch bisher Rebschers Stellvertreter war. Bodmer wird ebenfalls Mitglied im neuen dreiköpfigen Vorstand.

Kein Personalabbau geplant

Beide Kassen erhoffen sich mit der Fusion auch bedeutende Synergieeffekte. So würden Vertragsmanagement und Versorgungsangebote gebündelt. Derzeit werde die Technik auf die neue GKV Standardsoftware umgestellt. So sollen Verwaltungskosten reduziert werden.

In Deutschland werden derzeit rund 70 Millionen Versicherte von rund 150 gesetzlichen Krankenkassen betreut. (dapd)

Quelle: HNA

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