Für gesunde Zähne von Anfang an

Dr. Dirk Mangel

Bereits die ersten Lebensjahre sind entscheidend für ein gesundes Gebiss eines Kindes. Werden die Weichen richtig gestellt, kann ein Kind ein Leben lang gesunde Zähne behalten und schmerzliche Erfahrungen mit dem Zahnarztbohrer vermeiden.

In den ersten drei Lebensjahren eines Kindes brechen die Milchzähne durch. Diese bleiben zum Teil bis etwa zum zwölften Lebensjahr im Mund und brauchen besonderen Schutz. Der Schmelz der Milchzähne ist weicher als der von bleibenden Zähnen und daher kariesanfälliger. Zudem verläuft die Karies viel schneller als bei bleibenden Zähnen. Das kann dazu führen, dass ein Kinderzahn innerhalb weniger Monate vollständig zerstört wird. Um es gar nicht so weit kommen zu lassen, sind drei Voraussetzungen zu erfüllen: zahngesunde Ernährung, kindgerechte Zahnpflege sowie regelmäßige Kontrolluntersuchungen und individuelle Prophylaxemaßnahmen in der Zahnarztpraxis.

Die Ernährung sollte möglichst ausgewogen sein und viel kauintensive Bestandteile wie Karotten, festes Obst sowie Käse und Milchprodukte beinhalten. Besonders wichtig ist eine ausreichende Flüssigkeitsgabe in Form von Wasser oder ungesüßten Teesorten. Kinder sollten rechtzeitig an eine möglichst zuckerarme Ernährung gewöhnt werden. Süßigkeiten müssen dabei nicht gänzlich verboten werden, sondern sollten nur nicht zu häufig und unkontrolliert konsumiert werden.

Sobald die ersten Milchzähne mit etwa sechs Monaten vorhanden sind, ist es notwendig, diese regelmäßig und gründlich zu pflegen. Dazu gibt es altersgerechte Zahnbürsten sowie im Fluoridgehalt auf die Milchzähne abgestimmte Zahnpasten. Kinderzähne müssen von den Eltern möglichst bis in die Schulzeit täglich nachgeputzt werden.

In der Zahnarztpraxis sollten die Kinder halbjährlich auf ihre Zahngesundheit untersucht werden und an einem regelmäßigen Prophylaxeprogramm teilnehmen. Bei Kindern bis zum sechsten Lebensjahr wird eine so genannte Früherkennungs-Untersuchung durchgeführt, die eine Feststellung von eventuellen Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten, eine Einschätzung des Karies-Risikos sowie eine Ernährungs- und Mundhygieneberatung beinhaltet. In der Phase vom sechsten bis zum 18. Lebensjahr findet eine halbjährliche Betreuung statt. Dabei wird der Mundhygienestatus erhoben: Die kariesverursachenden Zahnbeläge werden angefärbt, um sie gut sichtbar zu machen. So kann dem Kind im Spiegel gezeigt werden, welche Zahnbereiche noch besser geputzt werden müssen. Im Anschluss werden die Zähne gründlich gereinigt und mit einem schützenden Fluoridlack versehen.

Die Kosten der meisten Prophylaxe-Maßnahmen für Kinder und Jugendliche bis zu 18. Lebensjahr werden von den Krankenkassen übernommen. (nh)

www.dr-mangel.de

Quelle: HNA

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