Naturheilverfahren sind in der Frauenheilkunde beliebt

Gegen vieles ist ein Kraut gewachsen

Solange ich die Pille nahm, hatte ich nie Regelschmerzen“, berichtet eine Patientin, „doch dann wollten wir ein Kind – und ich hatte Angst, dass ich jetzt wieder jeden Monat Schmerztabletten einnehmen muss.“ Mehr als zwei Drittel aller Frauen leiden unter schmerzhaften Regelblutungen. Hormone wie die Pille bringen meist Linderung.

Heutzutage entscheiden sich aber viele Frauen bewusst gegen die regelmäßige Einnahme von Hormonen oder Schmerzmitteln. Sie wünschen sich eine individuelle Erklärung für ihre Beschwerden, und eine genauso individuelle Behandlung. Dazu gehört auch, den eigenen Körper kennen zu lernen und Möglichkeiten zu finden, seine Selbstheilungskräfte zu aktivieren. Die Grundlage für Naturkundliche Therapien ist die teilweise Jahrtausende alte Erfahrung damit. Jedes Jahr kommen neue wissenschaftliche Daten hinzu, dass Pflanzenwirkstoffe, Akupunktur oder Heilimaginationen tatsächlich helfen. Trotzdem müssen die meisten dieser Therapieformen von den Patienten selbst bezahlt werden. Doch auch für den Geldbeutel kann es, langfristig gesehen, besser sein, zu wissen, wie sich Beschwerden auf natürliche Weise lindern lassen.

„Nach der Akupunkturbehandlung hatte ich kaum noch Schmerzen. Aber vor allem habe ich gelernt, auf meinen Körper zu hören. Ich gönne mir Ruhe, wenn nötig, achte auf meine Ernährung und treibe Sport – dadurch fühle ich mich wohler und fit für die Schwangerschaft“, erklärt die Patientin.

In der Gynäkologie des Medikum finden ab Mai regelmäßig naturheilkundliche Sprechstunden statt. Schwerpunkte liegen bei Pflanzenheilkunde (Phytotherapie), chinesischer Medizin (Akupunktur) und körperorientierter Visualisierung. Außerdem können Frauen und Männer, die an Krebs erkrankt sind, eine unterstützende Begleitbehandlung erhalten.

Wer sich näher informieren möchte, kann am Donnerstag, 5. Mai, ab 19 Uhr im Vortragsraum der HBO Druckkammer, Kurfürstenstraße 10-12, einen Vortrag zu Naturheilverfahren in der Frauenheilkunde besuchen. Die Gynäkologin Dr. Elisabeth Bonn beantwortet im Anschluss gerne Fragen. (nh)

Quelle: HNA

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