Gegen Grippe hilft nur impfen

Leserfragen rund um den Schutz gegen die Influenza beantwortet Dr. Peter Urban.

„Ich habe gerade eine Erkältung überstanden. Wie lange soll ich bis zur Grippeimpfung warten?“, fragt eine Leserin aus Melsungen.

Ein leichter durchgemachter Infekt ist kein Hindernis für die Impfung, jedoch sollte auch besser eine Woche nach Abklingen der Symptome gewartet werden, man sollte auf jeden Fall fieberfrei und gut erholt sein.

„Nach der Diskussion über den Schweinegrippen-Impfstoff bin ich ganz verunsichert, ob ich mich überhaupt impfen lassen soll“, macht sich ein Schwalmstädter Gedanken.

Viele Menschen sind aufgrund der unterschiedlichen Informationen verunsichert. Gleichwohl ist festzustellen, dass die Impfung öffentlich empfohlen ist. Die Impfstoffe sind alle geprüft und zugelassen und gerade chronisch Kranken ist die Impfung unbedingt zu empfehlen. Es handelt sich aber immer um eine individuelle Entscheidung des Bürgers.

„Ich habe eine Herz-Kreislauf-Erkrankung, gehöre zur Gruppe der chronisch Kranken und habe mich seit meinem 65. Lebensjahr jedes Jahr impfen lassen. Jetzt habe ich noch eine persistierende Zeckenerkrankung und außerdem ein künstliches Kniegelenk, das seit vier Monaten entzündet ist. Soll ich mich in diesem Jahr gegen beide Formen der Grippe impfen lassen?“

Gerade für chronisch kranke Menschen wird sowohl die saisonale Grippeimpfung als auch die Impfung gegen Schweinegrippe empfohlen.

„In welchen Abständen soll man sich gegen Grippe und dann gegen Schweinegrippe impfen lassen?“, möchte eine Leserin aus Korbach wissen.

Gesicherte Daten zur Simultanimpfung liegen nicht vor. Wenn gleichzeitig geimpft wird, dann sollte in verschiedenen Körperregionen injiziert werden. Am besten jedoch sollte ein Impfabstand von mindestens einer Woche eingehalten werden.

„Ich bin 75 Jahre alt und habe einen chronischen Schnupfen. Meine Schleimhäute sind nie ganz abgeschwollen. Mein Hausarzt hat mir immer von einer Impfung abgeraten, teilen Sie seine Meinung?“, fragt eine Leserin aus Melsungen.

Die Indikation zu einer Schutzimpfung, gerade für chronisch Erkrankte, ist immer eine individuell zu sehende Entscheidung, so dass Ihr Hausarzt Ihre Situation am besten einschätzen kann und Sie deshalb seiner Meinung folgen sollten. (bmn)

Quelle: HNA

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