Den ganz normalen Alltag leben: Die Awo bietet Hausgemeinschaften an

Mitmachen: In Hausgemeinschaften beteiligen sich die Bewohner am Alltagsgeschehen. Foto: nh/ Repro: Polk

Kleine Wohneinheiten statt 30-Betten-Stationen, Beteiligung statt Vollversorgung – in der Betreuung alter und an Demenz erkrankter Menschen hat ein Wandel eingesetzt. Die Awo Nordhessen hat seit dem Jahr 2005 beste Erfahrungen mit ihrem Konzept „Betreute Hausgemeinschaften“ gemacht. Dort wohnen zwölf bis 15 Personen in einem familienähnliche Umfeld zusammen. Sie gestalten je nach ihren Fähigkeiten, Bedürfnissen und Wünschen ihren Alltag in Eigenregie.

Es gibt Unterstützung

Alltagsbegleiterinnen unterstützen sie beim Einkaufen, Waschen, Kochen und Aufräumen. Herzstück der Wohngruppen ist eine Wohnküche mit angeschlossenem Wohnbereich. Wie in einer Familie spielt sich hier ein ganz normaler Alltag ab, an dem jeder nach seinen Fähigkeiten teilhat. Die Vertrautheit und Normalität sorgen für Sicherheit und Geborgenheit, was besonders für demenzkranke Menschen wichtig ist. Wo die Menschen nicht mehr selbst aktiv werden können, helfen die Alltagsbegleiter sowie Pflegefachkräfte. Die Reinigung der Räume übernimmt ein Dienstleister. Jeder Bewohner hat zudem seinen eigenen Bereich, den er mit Möbeln und persönlichen Gegenständen einrichten kann. Die Begegnung mit Nachbarn der Awo-Hausgemeinschaften und Interessierten ist ausdrücklich gewünscht. ILONA POLK

Quelle: HNA

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