Frühstück: Kinder nicht zwingen

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Zum Reinbeißen lecker: Ein belegtes Vollkornbrötchen und viel frisches Gemüse liefern Vitamine und Mineralstoffe für den Schultag. Foto:

Bunte Spießchen oder Wraps regen in der Schulpause den Appetit an - Es sollte viel getrunken werden

Mein Sohn gehört zu den Kindern, die jetzt in die Schule kommen. Ich mache mir Sorgen, weil er - vor allem wenn er früh aufsteht - morgens einfach nichts essen will. Darf ich ihn denn ohne Frühstück in die Schule schicken?“ Diese Frage beschäftigt eine Mutter aus Edertal.

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Wenn Kinder morgens noch keinen Appetit haben, sollte man sie nicht zum Frühstücken zwingen, rät Susanne Welch, Ernährungswissenschaftlerin bei der Barmer GEK. Allerdings sollte man darauf achten, dass die Kinder etwas trinken, bevor sie aus dem Haus gehen - leicht gesüßten Tee, Milch oder Kakao zum Beispiel. „Dann bekommen sie von ganz alleine Hunger“, sagt die Ernährungsexpertin.

Wichtig sei es, den Kindern etwas Vernünftiges in die Brotbox zu packen. So rät Susanne Welch zu Vollkornbrot, weil es reich ist an Vitaminen, Eiweiß, Mineral- und Ballaststoffen. Fein gemahlen essen Kinder es in der Regel lieber. Lecker schmeckt zum Beispiel ein Vollkornsandwich, das mit Wurst oder Käse und zusätzlich zum Beispiel mit Gurken- oder Tomatenscheiben, Salatblättern oder Eierscheiben belegt ist.

Abwechslung in den Schulbrotalltag bringen lecker gefüllte Wraps, kleine Spießchen aus Brothäppchen, Käse- oder Wurststückchen, Minitomaten oder Radieschen. Auch das Lieblingsgemüse oder Obst lässt sich meist prima aufspießen. Lose Obstschnitten, die in eine luftdichte Kunststoffdose verpackt werden, sollte man übrigens ebenfalls mit einem Spritzer Zitronen- oder Orangensaft beträufeln, damit sie nicht braun oder matschig werden. Kindern, die noch nicht zu Hause gefrühstückt haben, sollte man ruhig ein Schulbrot, einen Apfel oder einen Joghurt mehr einpacken, rät Susanne Welch.

Wichtig sei außerdem, dass Kinder auch in der Schule viel trinken. Geeignet seien Mineralwasser oder Früchtetees. Vor allem für schlechte Esser bieten sich auch Apfelsaftschorlen, Multivitaminsaft oder Milchmixgetränke an. Dabei sollte man aber zum Beispiel den Zuckergehalt im Blick haben. (hei)

Quelle: HNA

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