Die Frühjahrsmüdigkeit schlägt bald zu

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Müde, antriebslos und gestresst - so fühlen sich viele Menschen nach der Umstellung auf die Sommerzeit.

Nach der Zeitumstellung Ende März fühlt man sich oft antriebslos - Tipps, um die Symptome zu vertreiben

Kennen Sie das auch? Immer nach dem letzten Sonntag im März sind Sie müde und unkonzentriert? Wie man sich auf die Zeitumstellung vorbereiten und schnell an den neuen Rhythmus gewöhnen kann, erklärt Dr. Astrid Maroß, Ärztin im AOK-Bundesverband.

Der biologische Rhythmus, die sogenannte innere Uhr des Menschen, passt sich dem Wechsel aus Tag und Nacht an. Besonders das Tageslicht gibt wichtige Impulse. Jede Zeitumstellung bringt diese innere Uhr durcheinander – das hat ein Forscherteam um Professor Till Roenneberg von der Universität München herausgefunden. Roenneberg leitet dort das Zentrum für Chronobiologie am Institut für Medizinische Psychologie.

Besonders die Umstellung auf die Sommerzeit macht vielen zu schaffen, wie eine Befragung von 55.000 Menschen im Auftrag der Münchner Wissenschaftler gezeigt hat. Wenn beispielsweise der Wecker nach Beginn der Sommerzeit um 7 Uhr klingelt, ist es für den Körper erst 6 Uhr. Blutdruck, Puls und Hormonhaushalt sind noch auf Ruhe programmiert.

„Einige Menschen sind dadurch schlapp, antriebslos, gereizt oder niedergeschlagen und haben weniger Appetit“, sagt Maroß. Besonders betroffen sind die sogenannten Eulen – also Menschen, die am liebsten spät ins Bett gehen und morgens gerne länger schlafen. Auch bei den meisten Langschläfern hat sich der Körper allerdings meist nach 14 Tagen auf den neuen Rhythmus eingestellt.

Wer einige Tricks beachtet, kann sich schneller an die Sommerzeit gewöhnen :

• Gehen Sie bereits einige Tage vor der Zeitumstellung täglich eine Viertelstunde früher schlafen. Auch in den ersten Wochen danach sollten sich Spät- und Frühaufsteher abends möglichst früh hinlegen und morgens zeitig aufstehen.

• Verzichten Sie direkt nach der Umstellung auf einen Mittagsschlaf.

• Wer sich bei Tageslicht viel draußen aufhält, gewöhnt seine innere Uhr schneller an den neuen Tagesrhythmus. Wohltuend kann auch Bewegung an der frischen Luft sein, etwa ein Spaziergang.

• Um gut schlafen zu können, ist es empfehlenswert, lediglich ein leichtes Abendessen zu sich zu nehmen und abends auf aufputschende Getränke zu verzichten. Spätabends sollte kein Sport mehr getrieben werden.

• Entspannungstechniken wie Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training können helfen, besser ein- und durchzuschlafen.

• Direkt nach der Zeitumstellung ist besondere Vorsicht im Straßenverkehr oder bei Tätigkeiten angesagt, bei denen man sich leicht verletzen kann. (nh)

Quelle: HNA

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