Frankenberger Gesundheits- und Krankenpflegeschüler schulen Berufsberater

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Umgekehrte Lehre: Beim Tag der Berufsberatung im Schulzentrum für Pflegeberufe der Frankenberger Kreisklinik haben Schüler den Berufsberatern des Arbeitsamtes ihre Ausbildungsberufe vorgestellt.

Im Frankenberger Schulzentrum für Pflegeberufe werden junge Menschen in verschiedenen Gesundheitsberufen ausgebildet. Im Rahmen des "Tages der Berufsberatung" standen sie jetzt jedoch selbst als Referenten im Seminarraum - und informierten über die Ausbildungsberufe in der Krankenpflegeschule.

Fieber messen, Blutdruck kontrollieren, Verbände anlegen – meist sind es diese Aufgaben, mit denen Berufsbilder in der Pflege verbunden werden. Dass die Tätigkeiten aber noch viel umfangreicher und vielfältiger sind, erfuhren rund 20 Berufsberater aus der Region im Rahmen eines Infotages in der Frankenberger Krankenpflegeschule. Ziel der Berufsberater war es, die unterschiedlichen Pflegeberufe mit ihren vielen Facetten näher kennenzulernen – um potenzielle Bewerber künftig noch besser und eingehender beraten zu können.

Dafür bereiteten die Schüler sowohl eine theoretische Einführung als auch einen praktischen Teil vor. So wurden die Berufsberater über das allgemeine Berufsbild der Gesundheits- und Krankenpfleger  und der Krankenpflegehelfer, die dazugehörige Ausbildung und die Anforderungen an die Bewerber informiert. "Dabei standen sowohl die Lehrinhalte – die von den Bereichen Pflege- über Naturwissenschaften, Medizin und Recht bis hin zu den Sozialwissenschaften reichen – als auch das vielfältige Aufgabenfeld der Berufe im Fokus", erklärt die Diplom-Pflegepädagogin Brita Ziske, die das Projekt von Seiten der Schule koordiniert hat. Denn die Ausbildung ist vielfältiger als sich viele vorstellen. "Unsere Absolventen beherrschen nach ihrer Ausbildung nicht nur die grundlegenden pflegerischen Tätigkeiten, sondern kennen sich auch im Bereich des Wund- oder Entlassungsmanagements aus; sie helfen, Patienten wieder zu mobilisieren und beraten und betreuen sie und ihre Angehörigen."

Um den Berufsberatern aber auch einen konkreten Einblick in ihre Arbeit zu geben, spielten die Schüler gemeinsam mit ihnen auch ein paar praktische Beispiele durch: wie Patienten – beispielsweise nach einer OP – sicher und schonend vom Bett in einen Rollstuhl platziert werden, wie man sie im Bett positioniert, um Druckgeschwüre zu vermeiden, welche unterschiedlichen Wundverbände es gibt, wozu diese gut sind und wie man sie anlegt oder wie man die lebenswichtigen Vitalfunktionen bei den Patienten überprüft.

„Unsere Schülerinnen und Schüler haben viel Herzblut in die Veranstaltung gesteckt“, berichten die Diplom-Pflegepädagogin Annemarie Schmidt  und der Pflegedienstleiter Andreas Nerowski, die das Projekt mit unterstützt haben. „Denn auch ihnen hat es viel Spaß gemacht, ihre Arbeit vorzustellen und den Berufsberatern die wichtigsten Infos dazu zu vermitteln.“ (nh)

Quelle: HNA

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