Chronischer Rückenschmerz – liegt’s am Wirbelkanal?

Verengungen im Wirbelkanal, zählen zu den häufigsten Krankheiten der Wirbelsäule im Alter. Durch den Kanal läuft das Rückenmark bis zur oberen Lendenwirbelsäule, danach setzen sich die Nervenfasern die die Beine versorgen im Wirbelkanal fort.

Ist nicht genug Platz für den dicken Nervenstrang, weil Wirbel, Bandscheiben oder Bänder sich breiter gemacht haben, als sie sollten, werden Nerven zusammengequetscht. Das führt zu starken Schmerzen vor allem in den Beinen. Viele verwechseln diese Spinalkanalstenose allerdings mit einem Bandscheibenleiden. Dr. Thomas Bierstedt, Wirbelsäulenchirurg und Facharzt für Neurochirurgie, entwickelte auf Basis von Patientendaten einen Fragebogen, mit dem jeder selbst herausfindet, ob er an einer Spinalkanalstenose leidet.

Bitte beachten Sie, dass der Test nicht den Arzt-Besuch ersetzt. 

1. Wie lange haben Sie bereits starke Beinschmerzen, gegebenenfalls begleitet von Rückenschmerzen?

a. Gar nicht oder erst einige Tage (0 Punkte)

b. Etwa ein halbes Jahr (1 Punkt)

c. Viele Jahre lang (3 Punkte)

2. Ziehen die Schmerzen vom Rücken in ein, oder gar beide Beine?

a. In beide Beine (3 Punkte)

b. In ein Bein (1 Punkt)

c. In kein Bein (0 Punkte)

3. Leiden Sie unter neurologischen Ausfallerscheinungen oder Sensibilitätsstörungen im Bereich der schmerzenden Stellen?

a. Ja, aber sehr selten (1 Punkt)

b. Ja, sehr oft (3 Punkte)

c. Nein (0 Punkte)

4. Fällt es Ihnen schwer, mehr als 200 Meter am Stück zu gehen?

a. Ja, die Schmerzen nehmen stark zu (3 Punkte)

b. Ja, meine Beine werden taub und schwach (3 Punkte)

c. Ja, sowohl Antwort als auch b sind zutreffend (6 Punkte)

d. Nein (0 Punkte)

5. Verbessern sich Ihre Schmerzen, wenn Sie Radfahren oder andere Sportarten ausüben, bei denen der Rumpf nach vorn gebeugt ist?

a. Ja (3 Punkte)

b. Nein (0 Punkte)

Auswertung

0-1 Punkte

Mit sehr großer Wahrscheinlichkeit leiden Sie nicht unter einer Wirbelkanalstenose. Sollten Beschwerden jedoch länger als zehn Tage auftreten, suchen Sie bitte einen Arzt auf. Tipp: Vorbeugen ist die beste Therapie: Ruhen Sie sich daher nicht auf dem Ergebnis aus! Treiben Sie Sport, bewegen Sie sich viel und ernähren Sie sich gesund.

2-8 Punkte

Sie zeigen erste Symptome, die für eine Wirbelkanalverengung sprechen können. Suchen Sie am besten einen Spezialisten für Rückenerkrankungen auf, damit dieser weitere Tests durchführen kann. Tipp: Nicht immer muss operiert werden, denn oft lässt sich eine Verschlimmerung und damit eine Operation hinauszögern. Konservative Therapien sind: Schmerztherapien, Rückenschule und Krankengymnastik.

ab 9 Punkte

Symptome wie dauerhafte starke Rückenschmerzen, Lähmungserscheinungen und Empfindungsstörungen deuten auf eine hochgradige Verengung im Wirbelkanal hin. Suchen Sie umgehend Ihren Rückenspezialisten auf. Wenn unbeherrschbare Schmerzen vorliegen, wichtige Muskeln gelähmt sind oder es zu Störungen im Blasen- Mastdarm-Bereich kommt, muss meist operiert werden. Tipp: Informieren Sie sich vor der Operation gründlich. Heute gibt es Alternativen zur Versteifungsoperation wie die flexible Wirbelsäulenstabilisierung, die die Bewegungsfreiheit erhält.  www.besseralswirbelfusion.de/nh

Quelle: HNA

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