Fortschritte in der Lungenkrebstherapie

Untraschall liefert Aufschluss: So können Knoten in der Lunge erkannt werden. Archivfoto: nh

In den vergangenen Jahren hat es in der Behandlung des Lungenkarzinoms große Fortschritte gegeben. Die Diagnostik und Therapie ist deutlich besser, aber auch komplizierter geworden. Zum Beispiel spielt die Abklärung von Lymphknoten mittels Endobronchialem Ultraschall und PET-CT eine große Rolle. Weiter können Tumore zunehmend durch aufwändige Techniken operiert werden, ohne dass der gesamte Lungenflügel entfernt werden muss.

Diese Entwicklung führt dazu, dass eine bestmögliche Versorgung von Lungenkrebspatienten insbesondere an Zentren möglich ist, die viele Patienten mit Lungenkarzinom versorgen und so routiniert alle Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten beherrschen.

Lungentumorzentren werden gefördert

Die deutsche Krebsgesellschaft fördert diese Entwicklung durch die Gründung von Lungentumorzentren. Ein Lungentumorzentrum unterwirft sich einem anspruchsvollen Zertifizierungprozess, durch den die Qualität der Behandlung gesichert wird.

Die Lungenfachklinik Immenhausen in direkter Nähe zu Kassel betreut als Pneumologische Lehrklinik der Georg-August-Universität Göttingen jährlich über 3400 stationäre und 5000 ambulante Patienten. Sie ist maßgeblich am überregionalen LungenTumorZentrum beteiligt und verfügt sowohl über ein zertifiziertes Weaning-Zentrum als auch über ein Zentrum für pulmonale Hypertonie.

Die Patienten werden interdisziplinär über das beste Vorgehen beraten: Kollegen der Pneumologie, Thoraxchirurgie, Strahlentherapie, Onkologie, Radiologie und Pathologie sitzen zusammen, um so jedem Patienten eine optimale Behandlung zu ermöglichen. Hierbei spielt neben der Chirurgie die Chemo- und Strahlentherapie, aber auch die palliative Begleitung eine wichtige Rolle. Pneumologische Kompetenz verbessert die Prognose von Patienten mit Lungenerkrankungen erheblich.

Der Fortschritt in der Therapie des Lungenkrebs und anderer Lungenerkrankungen wird durch eine erfolgreiche klinische Forschung getragen. Die Lungenfachklinik Immenhausen nimmt an einer Vielzahl von Studien mit innovativen Konzepten teil. Einige deutschlandweite Studien, beispielsweise die Impfung bei Patienten mit Lungenkrebs, werden von Immenhausen aus geleitet. (nh)

Quelle: HNA

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