Fitnesstraining im Wandel

Auch wenn einige Sportler im Studio lieber mit „richtigen“ Gewichten arbeiten – die Vorteile des professionellen Vibrationstrainings sollen aktuellen Studien zufolge nun eindeutig belegt sein.

Im Vergleich zum konventionellen Training mit Hantel und Trainingsbank könne der Kraftzuwachs damit in kürzerer Zeit erreicht werden. Italienische Profiboxer steigerten etwa mit Arm-Vibrationen auf der Platte ihre Schlagkraft um acht Prozent. Forscher der Universität Leuven (Belgien) stellten bei ihren Probanden neben einem Zugewinn an Kraft auch eine Zunahme der Knochendichte fest.

Mit einem kompetenten Trainer arbeiten

Nach Aussage des Leiters der Abteilung Kraftdiagnostik und Bewegungsforschung, Professor Dr. Kleinöder am Institut für Trainingswissenschaften und Sportinformatik der Deutschen Sporthochschule Köln, können Breitensportler mit Vibro-Trainingsmethoden relativ schnell Muskeln aufbauen und Profisportler ihre Muskelqualität verbessern. Man sollte dabei von Anfang an mit einem kompetenten Trainer zusammenarbeiten, denn es brauche Zeit bis Anfänger auf der Platte die korrekte Haltung und Technik erlernt haben.

Das Wichtigste dabei ist, dass die Vibration nicht in den Kopf geht, da sonst das Gehirn beschleunigt, seine Masse und Flüssigkeit durcheinander gewirbelt und so die Sensorik gestört wird, erläutert der Wissenschaftler. Dem Anwender wird dann übel wie bei einer Seekrankheit. Deshalb sollten Anfänger lernen, so der Bewegungsforscher, den Reiz, etwa durch gebeugte Beine und einen lockeren Oberkörper, zu dämpfen. Auch zahlreiche Fußball-Bundesliga-Mannschaften nutzen diese Technik zur Spielvorbereitung. Dabei wird das Training, das die Muskulatur aufbaut und den Stoffwechsel anregt, ergänzend zu anderen Sportarten und Trainingsprogrammen eingesetzt.

Die Methode eignet sich nach Angaben der Fitnessexperten von Powrx vor allem zur Körperstraffung und zum Kraftzuwachs. Bestimmte Risikogruppen wie etwa Schwangere, Krebs- und Herzpatienten, Migräniker, Epileptiker und IUP-Trägerinnen sollten auf das Training ganz verzichten. Manche Sportwissenschaftler trainieren mit Vibrotechnik unter Beobachtung, aber auch bewusst Kranke, etwa Arthrosepatienten, um eine Verbesserung der Knochendichte zu erreichen. Daher ist es wichtig, vor Trainingsbeginn mit einem Fachmann die persönlichen Risikofaktoren abzuklären. (akz)

Quelle: HNA

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