Essen und Trinken bei Milchzucker-Unverträglichkeit

Der neue Ernährungsratgeber von Sven-David Müller erleichtert Menschen mit Laktoseintoleranz die Ernährungsumstellung

Ein großes Glas Milch, frischer Quark auf dem Frühstücksbrot oder eine leckere Portion Müsli - so sieht für Millionen Bundesbürger der perfekte Start in den Tag aus. In der Tat enthalten die genannten Lebensmittel zahlreiche wertvolle Elemente zur Stärkung unseres Organismus. Doch ihr Konsum führt bei vielen Menschen zum Auftreten äußerst unangenehmer Symptome wie Diarrhö und Bauchschmerzen.

Ausschlaggebend dafür ist eine in unterschiedlichem Grad mögliche Unverträglichkeit gegenüber dem in den eingangs genannten Produkten enthaltenen Milchzucker (Laktose). Dieser Problematik widmen sich die Ernährungsexperten Christiane Weißenberger und Sven-David Müller in ihrem durch die Schlütersche Verlagsgesellschaft publizierten "Ernährungsratgeber Laktoseintoleranz - Genießen erlaubt".

Das sachlich informative sowie durch viele ansprechende Bilder und Graphiken aufgewertete Buch bietet einen umfassenden Überblick theoretischer Erkenntnisse, zeigt aber auch anhand ganz praktischer Hinweise, wie Betroffene ihre Kost dauerhaft umgestalten können. Die beiden Autoren verfügen als ausgebildete Diätassistenten über ein hohes Maß an Erfahrung im Bereich der Ernährung und zeigen im ersten Teil des Ratgebers zunächst die wissenschaftlichen Hintergründe der Laktoseintoleranz auf.

Die Ursache der Unverträglichkeit

Die Ursache der Unverträglichkeit, unter der Millionen Menschen in Deutschland leiden, ist ein Enzymdefekt im Organismus. Wenn der Körper zu geringe Mengen des Enzyms Laktase produziert, gelingt es nicht, den Milchzucker adäquat zu verdauen und in seine Bestandteile Traubenzucker (Glukose) und Schleimzucker (Galaktose) aufzuspalten. Dieser pathologische Laktasemangel kann mithilfe des Absolvierens eines spezifischen Laktoseintoleranz- und Atemtests vom Arzt festgestellt werden. Sobald die Diagnose steht und auch der exakte Grad der Intoleranz bekannt ist, liegt es in der Hand des Patienten, seine Ernährungsweise entsprechend zu modifizieren.

Doch nicht nur den Konsum von für ihren hohen Laktosegehalt bekannten Lebensmitteln, besonders Milch und Milchprodukten, gilt es zu vermeiden. Auch fertige Müslimischungen, Aufschnitt, Fleischkonserven sowie eine Vielzahl weiterer Nahrungsmittel können, je nach Ausmaß der Unverträglichkeit, gravierende Beschwerden hervorrufen.

Um dem Leser eine fundierte Übersicht der zum Verzehr geeigneten und der aus dem Nahrungsplan zu streichenden Produkte zu ermöglichen, fassen Christiane Weißenberger und Sven-David Müller die bedeutendsten Erkenntnisse in mehreren Tabellen zusammen. Besonders hilfreich ist in diesem Kontext der "laktosefreie Musterplan", den die beiden Autoren zum Abschluss der wissenschaftlichen Ausführungen anbringen. Der Plan vermittelt - aufgeteilt nach den drei Hauptmahlzeiten und ergänzt durch die Rubrik "Zwischendurch" - den spezifischen Nährstoffgehalt der Produkte, die für einen kompletten Tag laktosefreier Ernährung benötigt werden. Im letzten Abschnitt des  Ratgebers finden sich schließlich rund 60 leckere Gerichte, deren Zubereitung keinen übertriebenen Zeitaufwand erfordert. Die kreativen Ideen reichen vom herzhaften Sonntagsfrühstück bis zur raffinierten Zucchini-Tortilla. (prnet)

Weitere Informationen über Sven-David Müller und seine Bücher unter www.svendavidmueller.de

Quelle: HNA

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