Essen für gesundes Haar 

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Schöne Haare: Mit der richtigen Haarpflege kein Problem.

Bereits in der Antike waren gepflegte Haare ein Symbol für Jugend und Schönheit. In Athen sollen Frauen, die in der Öffentlichkeit eine unordentliche Frisur hatten, mit Geldstrafen belegt worden sein. Wohlhabende Römerinnen ließen sich ihre Haare mit Goldstaub aufhellen und den Germanen verdanken wir die Haarbürste.

Die wenigsten Menschen sind allerdings zufrieden mit ihrer Haarpracht. Also wird gewaschen, gekurt, geföhnt und gefärbt. Doch nicht immer überzeugt das Ergebnis. Schuld daran ist häufig die falsche Pflege. Dabei ist zu viel Pflege genauso schädlich wie zu wenig.

Hier einige Tipps, wie man mehr aus seinen Haaren machen kann.

Haare richtig waschen

Egal ob feine oder dicke Haare, fettige oder schuppige – gegen eine tägliche Haarwäsche ist nichts einzuwenden, vorausgesetzt man verwendet ein mildes Shampoo, das die Kopfhaut nicht reizt. Eine haselnussgroße Menge Shampoo reicht für schulterlanges Haar, die Wassertemperatur sollte lauwarm sein. Eine Wohltat für die Kopfhaut ist eine leichte, durchblutungsfördernde Kopfmassage beim Waschen. Nach der Haarwäsche am besten mit möglichst kühlem Wasser gut nachspülen. Das feine, schuppenartig angeordnete Haaroberhäutchen legt sich dadurch wieder fest an. Wenn das kalte Wasser beim Ausspülen noch mit Weißweinessig oder Zitronensaft vermischt wird, erhalten die Haare besonders viel Glanz. Auch das Nachspülen mit stillem Mineralwasser soll die Haare zum Glänzen bringen. Wer eine empfindliche Kopfhaut hat, kann einmal Wascherde ausprobieren. Dafür wird die fein gemahlene Tonerde zu einem Brei angerührt und das Haar damit gewaschen. Wichtig ist das sorgfältige Ausspülen. Haarpeelings reinigen die Haare gründlich, befreien sie von Stylingresten und sollten etwa bei jeder fünften Haarwäsche angewendet werden.

Haarkur gibt Feuchtigkeit

Heizungsluft und Sonne trocknen die Haare aus und machen sie spröde. Helfen können hier Spülungen und Masken, die den Haaren wieder Feuchtigkeit zuführen und sie leicht kämmbar machen. Dabei wird jedes Haar mit einem unsichtbaren Schutzfilm zum Beispiel aus Kunstharzen und Zelluloseverbindungen überzogen. Pflegesubstanzen wie Lanolin und Lecithin dringen in die aufgerauten Stellen ein und füllen sie aus. Kurpackungen möglichst nicht mit der Kopfhaut in Berührung bringen, sondern nur in die Haarlängen einmassieren. Besonders gut wirken die Pflegeprodukte, wenn man sich während der Einwirkzeit ein feuchtwarmes Handtuch um den Kopf wickelt. Dadurch können die Wirkstoffe tiefer in die Haarfaser eindringen. Wichtig ist das gründliche Ausspülen, damit keine Rückstände im Haar bleiben. Wem die Zeit für eine Haarkur fehlt, sollte zumindest regelmäßig eine Haarspülung verwenden. Wie beim Shampoo gilt aber auch hier: Sparsam damit umgehen. Am besten die Spülung nur in die Längen und Spitzen auftragen, damit die Frisur später noch gut sitzt. Für ganz Eilige gibt es Pflegeprodukte, die nicht ausgespült werden müssen. Bei empfindlicher oder gereizter Kopfhaut kann ein beruhigendes, pflegendes Haarwasser helfen.

Heißes Föhnen schadet

Nasse Haare sind sehr empfindlich. Daher sollte man sie vorsichtig mit einem breitzinkigen Kamm entwirren. Häufiges heißes Föhnen schädigt die Haare. Schonender ist es, sie zunächst einmal an der Luft antrocknen zu lassen. Wem das zu lange dauert, der kann die Haare mit dem Föhn zunächst auf mittlerer Stufe föhnen und nur die Hände zum Auflockern nehmen. Erst wenn die Haare fast trocken sind, kann mit einer Bürste die Frisur in Form gebracht werden. Für lang anhaltendes Volumen und seidigen Glanz wird Strähne für Strähne über eine Bürste gezogen und geföhnt. Wer die Zeit hat, lässt die Bürste jeweils im Haar erkalten und zählt bis zehn, bis es zur nächsten Strähne geht. Sehr strapaziert werden Haare auch durch Glätteisen oder Lockenstäbe. Am besten setzt man sie nicht zu oft ein und verwendet ein Hitzeschutzspray, das die Haare widerstandsfähiger macht.

Haarige Probleme

Wir tragen etwa 100.000 bis 150.000 Haare auf dem Kopf und diese können uns ganz schön viel Ärger bereiten: Sie sind zu fettig, zu trocken oder zu stumpf, sind schuppig oder fallen gar aus. Die Ursachen dafür sind sehr unterschiedlich. Sicher ist jedoch, dass Stress und eine falsche Ernährung dazu beitragen können, diese Haarprobleme zu verstärken.

Trockenes, sprödes und stumpfes Haar hat Löcher und Risse in der Schuppenschicht. Schuld daran sind oft zu langes Föhnen oder zu häufiges Färben. Mit Shampoos, Spülungen oder Kuren, die beispielsweise Panthenol enthalten, werden trockene Haare geschmeidiger.

Fettiges Haar kann hormonell bedingt sein. Die Talgproduktion der Drüsen wird von Hormonen gesteuert und es kann je nach der Hormonempfindlichkeit zu einer Mehr- oder Minderproduktion kommen. Auch zu viel Stress lässt die Fettproduktion der Kopfhaut auf Hochtouren laufen. Wer fettige Haare hat, kann sie dennoch jeden Tag waschen. Allerdings sollten die Shampoos auf das Haarproblem abgestimmt sein. Shampoos mit Kräuterextrakten wie Schachtelhalm, Rosmarin, Huflattich, Brennnessel, Kamille, Salbei oder Rosskastanie regulieren die Fettbildung und beruhigen die Kopfhaut. Diese speziellen Shampoos sollten aber nur zwei- bis dreimal pro Woche benutzt werden, da der Kopfhaut ansonsten auf Dauer zu viel Fett entzogen wird und sie mit Jucken und Rötungen reagieren könnte. Für die übrigen Tage einfach ein mildes und pflegendes Shampoo verwenden.

Essen für die Schönheit

Basis für gesunde Haare und Kopfhaut ist eine ausgewogene Ernährung. Ganz wichtig für das Wachstum von Haut und Haar ist Vitamin A ( Retinol). Es sorgt dafür, dass das Haar kräftig wächst und geschmeidig bleibt. Vitamin A kommt in großen Mengen in Leber, Eiern und Käse vor. In Möhren, Paprika, Brokkoli, Aprikosen, Mango und Trockenobst findet sich besonders viel Beta-Karotin - das so genannte Provitamin A, eine Vorstufe von Vitamin A. Bei Bedarf wird es vom Körper in Vitamin A umgewandelt . Biotin unterstützt den Aufbau des Haares und stärkt die Haarwurzeln. Wichtige Quellen für Biotin sind Milch, Eier, Nüsse oder Vollkornprodukte. Zink steckt vor allem in Hülsenfrüchten, Haferflocken, Austern und Käse.

Alle Vitamine des B-Komplexes, vor allem Vitamin B3 (Niacin), Vitamin B5 (Pantothensäure) und Vitamin B6 (Pyridoxin) stärken Haut und Haare, regulieren die Talgproduktion und aktivieren wichtige Stoffwechselvorgänge in der Haarwurzel. Sie beugen Entzündungen vor und sorgen für eine gesunde Kopfhaut. Hefe, Fleisch, Eigelb, Nüsse, Hülsenfrüchte und Weizenkeime sind wertvolle Vitamin-B-Lieferanten.

Wissenswertes über das Haar

  • Etwa 100.000 bis 150.000 Haare tragen wir auf dem Kopf.
  • Die Haarmenge variiert mit der Haarfarbe: Blonde übertreffen mit durchschnittlich 150.000 Haaren die Dunkelhaarigen, die auf etwa 100.000 Haare kommen. Rothaarige haben am wenigsten Haare.
  • Haare sind nichts anderes als Hornfäden - ein Gemisch aus Keratin, Schwefel, Wasser und Fett.
  • Ein Kopfhaar wächst täglich 0,2 bis 0,5 Millimeter.
  • Das mitteleuropäische Haar hat eine Dicke von 0,06 Millimetern. 
  • Nach zwei bis sechs Jahren fällt das Haar aus.
  • 50 bis 100 Haare fallen täglich aus.
  • Graue oder weiße Haare entstehen durch einen natürlichen Alterungsprozess, bei dem weniger Farbpigmente gebildet werden

Quelle: HNA

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