Ernährung bei chronisch entzündliche Darmerkrankungen

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Ernährung bei chronisch entzündliche Darmerkrankungen

Unter dem Oberbegriff der chronisch entzündlichen Darmerkrankung, kurz CED, werden zwei Erkrankungen zusammengefasst, Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

Gekennzeichnet durch wiederholt auftretende oder auch andauernd bestehende Entzündungen im Bereich des Magen-Darm-Traktes, leiden Betroffene oft unter krampfartigen Bauchschmerzen und Durchfall.

Neben konservativen und teilweise operativen Therapiemaßnahmen spielt in der Behandlung auch die Ernährung eine wichtige Rolle. Zwar gibt es kein Allheilrezept, aber es lassen sich Empfehlungen aussprechen, die den Verlauf positiv beeinflussen können. "Dazu zählt, dass CED-Patienten täglich zwei bis drei Liter trinken sollten, um Flüssigkeits- und Mineralstoffverluste zu ersetzen, die durch die Durchfälle auftreten", sagt Dr. Susanne Fink-Tornau, Ernährungsberaterin und Ökotrophologin.

Geeignet sind stille Mineralwässer, je nach Verträglichkeit verdünnte Gemüsesäfte und Tees. "Obst und Gemüse gehören regelmäßig auf den Speiseplan, denn sie enthalten viele Mineralstoffe, Ballaststoffe sowie Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe, die entzündungshemmend wirken", sagt Fink-Tornau.

Aktiven Darmschutz bieten auch Lebensmittel, die positiv wirkende Milchsäurebakterien enthalten, wie etwa Naturjoghurt, Kefir oder Molke. Sogenannte probiotische Milchsäurebakterien in speziellen Darmpflegeprodukten unterstützen die Darmgesundheit noch gezielter. Um Mangelzuständen direkt entgegenzuwirken, helfen darüber hinaus Produkte zur Nahrungsergänzung. "Insgesamt kommt es bei der Auswahl der Nahrungsmittel jedoch stark auf die individuelle Verträglichkeit beziehungsweise auf die jeweils vorliegende Phase der Erkrankung an“, sagt die Ernährungsexpertin.

(www.natura.de/www.gesunde-darmflora.de/nh)

Quelle: HNA

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