Erkrankung mit Tücke

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Anderer Rhythmus: In der Asklepiosklinik in Bad Wildungen wird eine Langzeit-Diagnostik der Blutzuckerwerte angeboten.

Diabetes ist eine tückische Erkrankung. Denn so mancher Betroffene bemerkt zunächst gar nicht, dass er zuckerkrank ist. Und selbst Patienten, bei denen Diabetes bekannt ist, leiden zuweilen unter schwankenden Blutzuckerwerten, die häufig falsch behandelt werden. Dem kann in Bad Wildungen jedoch Abhilfe geschaffen werden.

Denn die Asklepios Stadtklinik hat zwei Geräte bekommen, mit denen der Langzeitblutzucker über einen Zeitraum von fünf Tagen gemessen werden kann. Alltag ist anders als Klinikum Der handliche Minicomputer sieht aus wie ein Gameboy und wird stets körpernah getragen. „Über eine Nadel, die im Oberarm liegt, werden die Blutzuckerwerte des Patienten kontinuierlich gemessen und aufgezeichnet“, sagt der leitende Oberarzt, Dr. Martin Schnaubelt, „Und anhand der Daten, die das Gerät speichert, können Diabetiker mit schwer einstellbaren Blutzuckerwerten ideal behandelt werden“, ergänzte Chefarzt Dr Ulf Jonas. Dabei sollen die Messsysteme zwar auch im klinischen Alltag benutzt werden, aber nicht hauptsächlich. Martin Schnaubelt erklärte: „Wenn Patienten in der Stadtklinik liegen, sind Messungen des Blutzuckers nicht besonders wirklichkeitsgetreu.“

Denn in der Klinik sei, so Dr. Schnaubelt, das Essverhalten, die Bewegung und der Tagesrhythmus ein anderer als zuhause. „Deshalb ist es für uns wichtig zu sehen, welche Blutzuckerwerte die Patienten haben, wenn sie ihren ganz normalen Alltag leben.“ Am Ende einer mehrtägigen Kontrolle spuckt der Computer dann Diagramme und Kurven der gemessenen Zuckerkonzentrationen aus und die Ärzte können die Patienten individuell und effektiv auf Insulin einstellen.

Informationen zum Ablauf der Langzeit-Diagnostik gibt es über das Sekretariat der Stadtklinik, 0 56 21 / 795-2250

Quelle: HNA

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