Entspannen will gelernt sein - Jeder dritte Deutsche ist gestresst

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Balsam für den Körper: Gelassenheit und innere Ruhe.

Früher litten die Menschen an den Folgen harter körperlicher Arbeit. Heute gilt Stress als der klassische "Arbeitsunfall". Immer mehr gesundheitliche Störungen werden durch anhaltende Anspannung und Leistungsdruck am Arbeitsplatz hervorgerufen.

Experten schätzen, dass inzwischen jeder dritte Herzinfarkt durch akute oder chronische Stressbelastungen ausgelöst wird. Wie Untersuchungen an der Berliner Charité belegen, gehen auch chronische Schmerzen, entzündliche sowie psychische Erkrankungen häufig mit Stress einher. Inzwischen fühlt sich jeder dritte Deutsche gestresst.

Mit Volldampf in die Krise

Das ist nicht weiter verwunderlich. Wer den ganzen Tag unter Volldampf steht und nach Zeiten der Anspannung keine Möglichkeit zur Entspannung findet, tut seinem Körper keinen Gefallen. Oft kommen die Betroffenen auch in der Nacht nur schwer zur Ruhe. Dies wiederum macht sich am nächsten Tag bemerkbar. "Zu den typischen Symptomen von Stressbelastungen gehören Schlafstörungen, eine erhöhte Anfälligkeit für Infektionen, aber auch Essstörungen, depressive Verstimmungen oder Gereiztheit", berichtet Dr. Siddhartha Popat. Allerdings seien viele Patienten nicht in der Lage, einen Zusammenhang zwischen ihrem gehetzten Lebensstil und ihren körperlichen Beschwerden herzustellen, weiß der Facharzt für Allgemeinmedizin aus St. Katharinen.

Natürlich zu innerer Balance

Um stressgetriebenen Patienten den Einstieg in die Behandlung sowie mehr Ruhe und Besinnung zu ermöglichen, setzt der erfahrene Allgemeinmediziner als ersten Schritt das natürliche Komplexmittel Neurexan ein. Auszüge aus Passionsblume, Hafer, Kaffeesamen und Zinkvalerianat können rasch zu Ruhe und Entspannung führen, die innere Balance wiederherstellen und den Organismus kräftigen. Schon nach wenigen Tagen fühlen sich die Betroffenen entspannter und optimistischer, berichtet Dr. Popat aus seiner Praxis. Eine Beobachtungsstudie bei über 800 Patienten mit Nervosität und innerer Unruhe belegt die Erfahrungen des Facharztes.

Beim Essen "runterfahren"

Eine bewusste Ernährung kann Betroffenen zusätzlich helfen, wieder festen Boden unter den Füßen zu gewinnen und ihren Alltag gesünder zu gestalten. Dabei ist die Wahl der Nahrungsmittel entscheidend. Schon kleine Mengen Schokolade, Kichererbsen oder Linsen tragen zur Bildung des Glücksbotenstoffs Serotonin und des Schlafhormons Melatonin bei. Mit ihren komplexen Kohlenhydraten und Ballaststoffen sind Haferflocken ein optimaler Energiespender, B-Vitamine stärken die Nerven, Magnesium entspannt.

Auch auf das "Wie" kommt es bei gesunder Ernährung an: So sollte man sich stets Zeit fürs Essen nehmen. Wer nur schnell im Stehen isst, kann kaum "runterfahren" - schon gar nicht, wenn nebenbei das Fernsehen oder das Radio läuft.

Laufen wie im Rausch

Auch beim Sport ist weniger mehr: Zur aktiven Entspannung eignen sich neben klassischen Techniken wie Yoga, autogenem Training, Meditation und progressiver Muskelrelaxation nach Jacobson vor allem rhythmische Sportarten wie Joggen, Rudern, Schwimmen oder Radfahren. Nach den Erkenntnissen der Sporthochschule Köln versetzt der immer gleiche Bewegungsablauf über einen Zeitraum von 30 bis 40 Minuten Körper und Geist in einen harmlosen Rausch, der es ermöglicht, den Gedanken freien Lauf zu lassen und emotionale Anspannungen zu lösen. Dabei wird die Ausschüttung von "Glückshormonen" gefördert, die für eine bessere Stimmung und seelisches Gleichgewicht sorgen. Wer jedoch zu ehrgeizig trainiert und dabei regelmäßig an den Rand seiner Leistungsfähigkeit geht, erzeugt einen gegenteiligen Effekt. Statt müde und entspannt zu werden, reagiert der Körper erneut überfordert und gestresst. (djd)

Quelle: HNA

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