Endoprothetik - soll man jede Mode mitmachen?

In Deutschland werden jährlich etwa 400.000 solcher dauerhaften Prothesen implantiert. Am Mittwoch, 15. April, referiert Dr. med. Uwe Behrmann, Ärztlicher Direktor und leitender Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie am Elisabeth-Krankenhaus Kassel im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Hören was Gesund macht!“ um 17 Uhr zum Thema Endoprothetik.

Die Veranstaltung mit der Frage „Soll man jede Mode mitmachen?“ findet im Vinzenzsaal des Krankenhauses statt, sie richtet sich an Patienten und Interessierte und ist kostenfrei.

Endoprothesen sind Gelenkprothesen, die dauerhaft im Körper verbleiben. In Deutschland werden jährlich etwa 400.000 solcher dauerhaften Prothesen implantiert. Am häufigsten werden künstliche Hüft- und Kniegelenke implantiert, aber auch künstliche Schultergelenke, Sprunggelenke, Ellenbogen und sogar Bandscheiben sind möglich.

Der künstliche Hüftgelenksersatz ist heute eine Standart-OP, die an sehr vielen Kliniken angeboten wird. In den letzten Jahren wurde eine Vielzahl von Prothesenmodellen und Implantationsmethoden entwickelt, die zu einem auch für den Fachmann kaum noch durchschaubaren Angebot geführt haben. Die spannende Fragen für den Patienten bleiben aber: Ist denn das neuste Modell, die neueste Technik, besser als das alte? Und noch viel wichtiger: Halten die neuen Prothesen denn auch wirklich länger?

Ob bei einem Patienten eine solches Implantat notwendig und ratsam ist, muss individuell und sorgfältig geprüft werden. „Dabei sind abgesehen von der Lebensweise und den täglichen Gewohnheiten auch eventuelle Begleiterkrankungen festzustellen. Nach gründlicher Anamnese erfolgt dann die Abwägung, ob die bestehenden Risiken möglicherweise einer Operation im Wege stehen oder ob der Patient nach eingehender Aufklärung selber bereit ist, diese Risiken einzugehen, da der in Aussicht gestellte Gewinn an Lebensqualität diese für ihn selber rechtfertigt“, erklärt Behrmann das Prozedere zur Entscheidungsfindung.

Der Chefarzt der Unfallchirurgie und Orthopädie wird an diesem Nachmittag auf das Für und Wider von Kunstgelenken, insbesondere Hüftgelenken, eingehen und den Prozess der Entscheidungsfindung erläutern. (nh)

Quelle: HNA

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