Zertifizierte Anlaufstelle für Frauen mit Krebs

In Deutschland erkranken jährlich etwa 100 000 Frauen an Brust- und Unterleibskrebs. Damit führen diese frauenspezifischen Erkrankungen auch das Sterblichkeitsrisiko mit großem Abstand vor allen anderen Erkrankungen an.

Das besonders Tragische dabei ist, dass davon auch häufig junge Frauen und damit ihre Familien betroffen sind. Die Überlebens-Chancen sind heute exzellent“, bestätigt Prof. Dr. Thomas Dimpfl, Direktor der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum Kassel, der zugleich auch der Leiter des Interdisziplinären Brustzentrums (IBZ) und des Gynäkologischen Tumorzentrums (GTZ) ist.

„Die Chancen, dass die betroffenen Frauen die Krebserkrankung überstehen, sind heute fast doppelt so hoch wie vor 25 Jahren“. Vernetzung mit den Spezialisten Entscheidend für den Behandlungserfolg sind mehrere Faktoren: allem voran werden die neuesten Forschungsergebnisse und aktuelle Leitlinien nachvollziehbar in den gesamten Behandlungsablauf integriert. Dies ist für die betroffenen Frauen am besten durch eine Zertifizierung von einer unabhängigen Institution wie der Deutschen Krebsgesellschaft gewährleistet. Durch diese Zertifizierung wird überprüft und damit sichergestellt, dass zum einen eine entsprechend hohe Anzahl von Operationen an der Klinik durchgeführt wird und somit eine große Erfahrung der Operateure vorliegt. Zum anderen wird sichergestellt, dass die Vernetzung mit den Spezialisten der anderen Abteilungen gut funktioniert und schließlich, dass die Geräte auf dem aktuellsten Stand sind.  „Das alles Entscheidende dabei ist jedoch die enge Kooperation und die regelmäßige Absprache eines eingespielten Spezialistenteams“, erklärt Prof. Dr. Thomas Dimpfl.

Hessisches Kompetenzzentrum

Diese sehr enge, fachübergreifende Zusammenarbeit der verschiedenen Fachärzte ist das tragende Element des Zentrums für Krebserkrankungen. Für die verschiedenen Teilaspekte der jeweiligen Krebserkrankung kann vor Ort auf kurzem Weg immer der entsprechende medizinische Experte hinzugezogen werden – und das bereits sowohl bei der Diagnose als auch bei der Festlegung der Behandlung und gegebenenfalls dann auch bei der Operation. Das spart nicht nur lange Wege und lange Wartezeiten sondern verhindert zudem auch noch einen eventuellen Informationsverlust. Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe am Klinikum Kassel mit dem Interdisziplinären Brustzentrum (IBZ) und dem Gynäkologischen Tumorzentrums (GTZ) ist eines von insgesamt drei hessischen Kompetenzzentren für Brust- und Unterleibskrebs, die den hohen Qualitätsanforderungen der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) entsprechen und deshalb von dieser zertifiziert wurde. (nh)

Mehr: IBZ am Klinikum Kassel

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Quelle: HNA

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