Darmspiegelung: So läuft die Untersuchung ab

+

Um Veränderungen der Darmschleimhaut zu entdecken, liefert die Darmspiegelung die genauesten Ergebnisse.

• Vor der Untersuchung erhält der Patient ein Abführmittel zur Entleerung des Darms, das er zu Hause anwenden kann. Die Untersuchung selbst dauert in der Regel 20 bis 30 Minuten.

• Mittels eines langen Schlauches mit Lichtquelle und Kamera, nicht dicker als ein Kugelschreiber, wird der Dickdarm vom After bis zum Übergang in den Dünndarm gründlich untersucht. Zuvor wird etwas Luft in den Darm geblasen, was beim Patient Druckschmerzen verursachen kann, ähnlich wie bei Blähungen.

• Wer möchte, kann sich ein Schmerz- oder auch ein Beruhigungsmittel verabreichen lassen. Dr. Anja Michelbrink kennt die Angst der Patienten vor der Untersuchung. Aber häufig sagten die Patienten nach einer Spiegelung: „Hätte ich das gewusst, wäre ich schon eher gekommen.“

• Werden bei einer Darmspiegelung Polypen gefunden, können kleinere Wucherungen gleich entfernt werden. Sind die Polypen größer als drei Zentimeter, muss operiert werden.

• Die Zellen der Gewebeproben werden untersucht. Liegt ein Darmkrebs vor, können Teile des Darms mit den dazu gehörigen Lymphknoten entfernt werden. Nach einem Eingriff sollte regelmäßig wieder gespiegelt werden, ohne Befund reichen zehn Jahre bis zur nächsten Koloskopie. (yma)

Quelle: HNA

Kommentare