Vier Kasseler Experten sorgen mit Augenlaseroperationen für besseren Durchblick

Weg mit Brille und Linsen

Seit zehn Jahren bereits arbeiten vier Kasseler Experten für Augenheilkunde im Augen-Laserzentrum Kassel (ALK) zusammen. Sie helfen Menschen, die davon träumen, auch ohne Hilfsmittel wieder ordentlich sehen zu können.

Dr. Karl Auth, Dr. Friedhelm Kehl, Dr. Ulrich Wernhard und Prof. Dr. Rolf Effert, Direktor der Augenklinik am Kasseler Klinikum, schauen sich ihre Patienten vor der Operation sehr genau an. „Eine gründliche Voruntersuchung ist der beste Garant für ein gutes Ergebnis“, sagt Auth. „Wer mit dem Gedanken spielt, sich die Augen lasern zu lassen, sollte frühzeitig abklären, ob es bei ihm überhaupt in Frage kommt“, fügt Kehl an. Denn nicht bei jedem macht ein Eingriff Sinn.

Korrigiert werden können Kurzsichtigkeit bis -10 Dioptrien, Weitsichtigkeit bis +5 Dioptrien und eine Hornhautverkrümmung bis zu +/- 3 Dioptrien. Je nach Art und Ausmaß der Fehlsichtigkeit kann nach der OP das Tragen einer Lesebrille nötig sein.

Gefährliche Risiken können weitgehend ausgeschlossen werden, wenn nach europäischen Standards gearbeitet wird und nur solche Patienten gelasert werden, die die Kriterien der Deutschen Ophtalmologischen Gesellschaft erfüllen. Vor allem muss die Hornhaut dick genug sein. Sie wird vor der Operation exakt vermessen.

Lasik-Methode

Eine Laserbehandlung setzt dort an, wo eine Fehlsichtigkeit entsteht, nämlich an der Hornhaut. Die Lasik-Methode ist besonders schonend und wird im ALK am häufigsten angewandt. Zunächst wird dabei ein hauchdünnes Scheibchen der Hornhaut abgelöst und weggeklappt. Durch die entstandene Öffnung trägt der Operateur Gewebe der inneren Hornhaut ab, anschließend wird das Scheibchen wieder aufgesetzt.

Wie ein körpereigener Wundverband schließt und schützt es die Stelle des Eingriffs. Die Operation dauert wenige Minuten. Die Augen werden mit Tropfen betäubt. Der Patient verspüre möglicherweise ein leichtes Fremdkörpergefühl, habe aber keine Schmerzen, so die Spezialisten. Schon direkt nach der Operation könne er deutlich besser sehen. Die Kosten für den Eingriff müssen die Patienten meist selbst tragen, ebenso wie für herkömmliche Sehhilfen.

Wer sich über die Untersuchungsmethoden, Behandlungsabläufe und Kosten im Augen-Laserzentrum informieren möchte, hat dafür einmal im Monat Gelegenheit. Der nächste Informationsabend findet am Mittwoch, 9. Februar, ab 20 Uhr statt.

Von Judith Strecker und Ilona Polk

Quelle: HNA

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