So bleiben Sportunfälle ohne Folgen

Mittlerweile kümmert sich eine ganze Industrie darum, wie wir uns fit halten können. Es werden immer schnellere und effektivere Sportgeräte entwickelt, die uns die Freude an der Bewegung vermitteln sollen.

Sportverletzungen immer häufiger

Dieser im Grunde gute Ansatz führt allerdings in der Konsequenz auch zu einer Zunahme von Verletzungen. Insbesondere durch Hightechsportgeräte steigt das Verletzungsrisiko. Mit einem entsprechend ausgerüsteten Tourenrad kommt heute jeder Untrainierte problemlos auf Geschwindigkeiten, die bei über 30 Stundenkilometern liegen. Selbstverständlich hat die Entwicklung der Sicherheitsausrüstung damit Schritt gehalten, nur werden die Protektoren nicht immer konsequent genug genutzt.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Die Unfallchirurgie hat parallel dazu ebenfalls eine erhebliche Weiterentwicklung erfahren. Verbesserte OP-Verfahren kombiniert mit optimierten Implantaten haben das Ergebnis der Behandlung verbessern und die möglicherweise verbleibenden Dauerschäden nach Unfällen verringern können. Nicht unwesentlich hat hierzu auch die Veränderung in der Nachbehandlung nach operativer Versorgung beigetragen.

Standen früher noch längere Ruhigstellungsphasen nach einer OP an, so bemüht man sich heute so rasch wie möglich die normalen Bewegungsabläufe wieder einzuüben. Hierbei ist eine enge Zusammenarbeit zwischen dem operierenden Unfallchirurgen und dem Physiotherapeuten gefordert. Nur so kann man rasch mögliche Störungen des Heilverlaufes erkennen und beheben.

Ein individuell auf die persönliche Situation und das Verletzungsmuster abgestimmter Behandlungsplan mit kalkulierter Steigerung der Beweglichkeit und Belastung führt so zu einer raschen Rehabilitation. Diese Erkenntnis, die man sich im Spitzensport schon lange zu Nutze gemacht hat, hat jetzt auch Einzug in den Breitensport gefunden.

Der Erfolg der Behandlung hängt ganz wesentlich von einer engen Verzahnung zwischen dem Chirurgen und dem Physiotherapeuten ab. Nur in der Zusammenarbeit im Team können optimale Ergebnisse erreicht werden. Mit diesem Konzept wurden nicht nur bei Leistungssportlern sehr gute Behandlungserfolge erzielt. So können die Folgen einer Verletzung gut und möglichst rasch verkraftet werden und einer weiteren sportlichen Betätigung steht nichts mehr im Wege. (nh)

Quelle: HNA

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