Arthrose: Schmerzen lindern, Beweglichkeit erhalten

Dr. Sabine Mai, Fachärztin für Orthopädie und Chirurgie und Ärztliche Leiterin des MVZ Kassel behandelt viele Patienten mit Arthrose. Foto: Florian Funck/nh

Betroffene sollten bei den ersten Anzeichen einer Arthrose einen Arzt aufsuchen, um sich beraten zu lassen und mögliche Hilfen durch eine konservative Therapie zu besprechen.

Beratung ist wichtig

„Ziel der Arthrose-Therapie ist es, die Schmerzen zu lindern und die Beweglichkeit des Gelenks zu erhalten. Der Patient kann selbst viel dazu beitragen“, erklärt Dr. Sabine Mai, Ärztliche Leiterin des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) Kassel an der Vitos Orthopädischen Klinik Kassel. An erster Stelle der Behandlung steht die Beratung des Patienten. Das Tragen von weichen Schuhsohlen, eventuell auch Einlagen und Bandagen, Vermeidung von Stoßbelastungen, tägliche Bewegungs- und Kräftigungsübungen sowie Schwimmen und Fahrradfahren sind schon sehr hilfreich.

Funktion des Gelenks verbessern

Die Arthrose-Therapie konzentriert sich nicht nur auf das Gelenk, sondern auch auf die umliegenden Muskeln und Sehnen. Sie sorgen dafür, dass das Gelenk stabilisiert und gut geführt wird. Die Fachärztin für Orthopädie und Chirurgie erläutert das Behandlungsspektrum: „Beschwerden lassen sich durch unterschiedliche physikalische Maßnahmen wie Wärme-, Kälte- und Stromanwendungen sowie Krankengymnastik lindern. Die Stoßwellentherapie wenden wir an, um Muskelsehnenreizungen und -verspannungen zu lösen und dadurch die Beweglichkeit des Gelenks zu erhöhen. Sofern noch Knorpel im Gelenk vorhanden ist, können Injektionen mit Hyaluronsäure (Gelenkschmiere) eine Besserung erreichen. Wenn das Gelenk gereizt ist, sind schmerz- und entzündungshemmende Medikamente oder auch eine Injektion mit Kortison hilfreich.“

Von Dr. Gisela Heimbach

Quelle: HNA

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