Asthma ist eine der häufigsten chronischen Erkrankungen – Therapiemöglichkeiten

Angst vor Atemnot ständig dabei

Jeder kennt die Situation: Es ist Sommer, heiß und staubig. Man geht eine  sehr stark befahrene Straße entlang und muss husten. Für viele Menschen ist das eine unangenehme, aber nicht weiter bedrohliche Situation. Für Asthmatiker dagegen kann eine solche Reizüberflutung gefährlich werden.

Allergie ist häufigste Ursache

„Bei Asthmatikern reagieren die Bronchien stark auf jeweils individuelle Reize“, sagt Prof. Dr. Adrian Gillissen, Direktor der Klinik für Lungen- und Bronchialmedizin am Klinikum Kassel. Einerseits können diese Reize allergisch bedingt sein, der Anfall also zum Beispiel durch Schimmel, Milben oder Pollen ausgelöst werden. „Studien gehen davon aus, dass bis zu achtzig Prozent aller Asthmatiker zumindest an einer Allergie leiden“, berichtet Prof. Dr. Gillissen.

Andererseits gibt es auch nichtallergisches Asthma, bei dem die Patienten etwa auf Hitze oder Kälte, Zigarettenrauch, körperliche oder psychische Anstrengung reagieren. „Unbehandeltes Asthma wird schlimmer. Daher sollten Patienten, die an Symptomen wie pfeifender Atmung, Schleim im Hals, lang anhaltendem Husten oder natürlich Atemnot leiden, sich vom Spezialisten untersuchen lassen“, rät Prof. Dr. Gillissen. Denn beim Asthma sind die Atemwege chronisch entzündet.

Wenn man die auslösenden Faktoren nicht meidet oder abmildert und nur die Symptome behandelt, können die Entzündungsherde zunehmen. Teil der Diagnostik des Asthmas sind beispielsweise ein Lungenfunktionstest und ein Allergietest. Der Arzt stellt fest, wie funktionsfähig die Lunge ist und welche Reize die Bronchien beeinträchtigen.

Therapie: Inhalieren

Die Therapie besteht zunächst in einem jeweils individuellen Notfallplan. Der Patient erhält ein Medikament zum Inhalieren sowie Hinweise, wie er sich bei akuter Atemnot verhalten sollte. Bei allergischem Asthma kann eine sogenannte Hyposensibilisierung sinnvoll sein. Dabei gewöhnt sich der Körper durch regelmäßige Gaben der allergieauslösenden Stoffe an sie und reagiert nicht mehr oder nur noch vermindert allergisch. Für den Betroffenen ist das eine deutliche Verbesserung. (nh)

Quelle: HNA

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