Allergiker sollten sich gesund ernähren

Laut Anthroposophischer Medizin besteht der Menschen aus verschiedenen Bereichen: Krankheiten können entstehen, wenn die Balance dieser Bereiche gestört ist: Dr. med. Sabine Schäfer (links) erläutert wie allergische Erkrankungen aus Sicht der Komplementärmedizin behandelt werden. Foto: privat

Es treten Überempfindlichkeitsreaktionen auf, die mit einem gereizten Nervensinnesprozess zu tun haben. Häufig sind die Betroffenen nervös, überreizt und unruhig. Der Juckreiz auf der Haut steigert die Nervosität.

Wird die Krankheit chronisch, so wirkt sich dies krankmachend auf innere Stoffwechselorgane und auf das Seelische und Geistige des Menschen aus, ist die Anthroposophische Ärztin, Allgemein- und Ernährungsmedizinerin Dr. med. Sabine Schäfer. überzeugt.

Strukturen schaffen

Kinder sollten laut der Expertin vor einer Überreizung der Sinne geschützt werden. Dazu gehört eine angenehme Umgebung, wohltuende Farben, Vermeidung von Stress und hautverträgliche Kleidung aus Naturfasern. Das Kind benötigt eine liebevolle, fördernde Zuwendung und einen strukturierten Tagesablauf. Spiel und Bewegung draußen sind ebenfalls wichtig, damit Kinder mit den natürlichen Stoffen der Umgebung in Kontakt kommen und eine gesunde Reaktionsfähigkeit entwickeln.

Für Kinder und Erwachsene sind Momente der Ruhe wichtig, damit der Organismus immer im gesunden Gleichgewicht zwischen Aktivität und Entspannung ist.

Heilung ist oft möglich durch eine gesunde biologisch-dynamische Ernährung. Nervenstärkend sind Lebensmittel mit einem hohen Kieselanteil wie Hafer, Hirse, Gerste und Roggen. Auch Wurzelgemüse, insbesondere Möhren, stärken das Nervensinnessystem. Zur gesunden Durchwärmung und Stärkung des Stoffwechsels wird Nahrung mit einem hohen Anteil ungesättigter Fette, zum Beispiel Nüsse, Leinöl und Fisch, benötigt. Gemüsearten aus dem Blattbereich wie Spinat, Mangold und Salat regen durch ihren Eisengehalt die Atmung an und bewirken dadurch die gesunde Vermittlung zwischen den Nervensinnesvorgängen und dem Stoffwechsel des Menschen.

Etwa ein Drittel der Nahrung sollte als Rohkost gegessen werden beispielsweise mit Karotte, Fenchel, Sellerie oder Kohlrabi, da rohes Gemüse eine direkt heilende Wirkung auf die Haut und Schleimhäute zeigt. „Alle Lebensmittel, die das Darmmillieu übersäuern, sollten gemieden werden: Zucker, Obstsäfte und Früchtetees. Der heute übliche Kohlenhydratverzehr muss deutlich reduziert werden, da Kohlenhydrate wie Kartoffeln, Nudeln, Weißbrot, Reis oder Pizza immer in Zucker umgewandelt werden und direkt eine Entzündung und Schwächung des Nervensystems hervorrufen“, erklärt die Antroposophische Ärztin und Allgemeinmedizinerin Dr. med. Sabine Schäfer. Statt dessen empfiehlt sie gut verträgliche Eiweißquellen wie Fisch, Frischkäse, Eier und Fleisch in Maßen.

Homöopathische Mittel

Eine naturheilkundliche Behandlung beispielsweise mit homöopathisiertem Kiesel (Quarz), Eichenrindenextrakten und pflanzlichen Medikamenten zur Stärkung der inneren Organe wie Leber und Bauchspeicheldrüse heilen allergische Erkrankungen.

Das potenzierte Bienengift (Apis mellifica) hat eine kortisonähnliche Wirkung und strukturiert die überschießenden Entzündungsreaktionen.

Das seelische Gleichgewicht wird gestärkt durch homöopathisches Gold (Aurum metallicum) und Arsen (Arsenicum album).

Äußerlich kann die überreizte Haut wieder durch Salben mit Birkenrindenextrakt, Eichenrinde, Stiefmütterchen oder Bädern mit Schachtelhalm (Equisetum) begrenzt werden. (nh)

Quelle: HNA

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