Der Trend zu Antiquitäten ist ungebrochen – Wertanlage oder persönlicher Wohnstil

Geschichte zum Anfassen

Antiquitäten sind Geschichte, die man anfassen kann. Man sieht Gegenstände oder hält sie in der Hand und im Geiste versetzt man sich an fremde Orte oder in andere vergangene Zeiten. Es ist eine Kinderfreude im Erwachsenenalter. Für andere sind Antiquitäten eine sichere Geldanlage. In der heutigen Zeit kann auch das eine immense Faszination auslösen.

Die Schönheit alter Dinge

Trotz unserer schnelllebigen Zeit und des technischen Fortschrittes der Moderne, in der wir leben, fühlen sich viele Menschen nach wie vor von Antiquitäten angezogen und sind ehrlich fasziniert von der Schönheit alter Dinge. Was macht den Charme von Antiquitäten aus? Es ist die Geschichte, die jedes wunderbare Einzelstück erzählt, mag mancher meinen. Wie viel wir doch über das Leben der Menschen erfahren, wenn wir wissen, welchen Schmuck sie dem Vorzug gaben, welche ­Möbelstü­cke sie mit vollendeter Tischlerkunst hervorbrachten und welche Gemälde sie schufen. Es ist die künstlerische, liebevolle und handwerklich perfekte Ausführung eines guten alten Stückes, meinen die anderen, warum uns eine Antiquität in ihren Bann zu ziehen vermag. Es ist die Liebe zum Detail, das manches Kunstwerk ausmacht und der geduldige Aufwand an Präzision.

Hat sich die Begeisterung für Antiquitäten erst einmal entzündet, wird der Funken lodern und immer wieder zu vollem Feuer entfachen, wenn man vor einem unwiderstehlich schönen Kunstwerk der Handwerkskunst steht.

Alte Kunst und Möbel

Antiquitäten – ein Wort, mit dem im Allgemeinen schöne, alte, edle, einzigartige Objekte gemeint sind. Meist wird das Wort „Antiquität“ jedoch mit Möbel assoziiert - ohne sich dessen bewusst zu sein, dass „Antiquität“ letztlich alles von angewandter Kunst geschaffene umspannt. Silber, Porzellan, Schmuck, Grafiken, Gemälde - alle diese wertvollen Gegenstände wären unter dem Begriff der „Antiquität“ zusammenzufassen und werden doch meist als Kunst oder Alte Kunst bezeichnet. Der Erwerb von Kunstobjekten wie Gemälde Alter Meister oder Schmuck ganz bestimmter Werkstätten ist relativ schwierig geworden, da sich viele wunderbare Antiquitäten bereits in privaten und öffentlichen Sammlungen befinden.

„Stil-Mix“ ist erlaubt

Das Interesse an Antiquitäten ist zweifellos vorhanden, zumal es en vogue ist, der Einrichtung des Hauses oder der Wohnung durch ein edles antikes Einzelstück eine besondere Note zu geben. Die Zeiten haben sich gewandelt, wurde früher ein Zimmer durchgehend in einem bestimmten Stil (z.B. Biedermeier) eingerichtet, so ist heute durchaus ein bestimmter „Stil-Mix“ erlaubt und sogar erwünscht, weil es die Atmosphäre eines Raumes lebendiger macht. Den gleichen Effekt erreichen auch ausgesuchte Kuriositäten oder liebevoller Trödel. Doch wie bei jeder Mode setzt das Kombinieren verschiedener Stile guten Geschmack voraus, denn schließlich sollten sich alle Einrichtungsgegenstände zu einem harmonischen Ganzen fügen. Hat man den Wunsch eine Antiquität sein Eigen zu nennen, bleibt häufig die Frage, wo man nun nach einem geeignetem Objekt suchen soll. Das Angebot ist riesig und für den Nicht-Fachmann anfänglich verwirrend. Vom traditionellen Antiquitätenhändler, über Auktionshäuser, zahlreiche Internet-Angebote bis hin zum stadtbekannten Flohmarkt ist der Bogen der Möglichkeiten weit gespannt.

Ein wichtiger Faktor bei Kaufentscheidungen ist Zeit. Zeit, um sich in Ruhe einen Überblick über die Vielzahl der schönen Objekte zu verschaffen. Hat man sein Lieblingsstück entdeckt, schrecken meist auch die eventuellen „Gebrauchsspuren“ nicht ab. Wer den Intarsienschrank, die Biedermeier Bank oder den Barockspiegel trotzdem erwerben möchte, lässt ihn eben vom Fachmann aufarbeiten.

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