Steuerliche Behandlung

Mit dem Firmenwagen zur Arbeit

Nutzt ein Arbeitnehmer einen Firmenwagen auch für Fahrten zur Arbeitsstelle, sind neben dem geldwerten Vorteil für die private Nutzung monatlich zusätzlich 0,03 Prozent des Bruttolistenneupreises des Fahrzeugs je Entfernungskilometer anzusetzen. Das gilt auch für angestellte Gesellschafter einer GmbH.

Liegt der Bruttolistenneupreis bei 30000 Euro und ist die Fahrstrecke zwischen Wohnung und Arbeitsstätte insgesamt 20 km, werden monatlich 180 Euro als Einnahme angesetzt. Diese Berechnung gilt für tägliche Fahrten. Fährt der Nutzer nicht täglich mit dem Firmenwagen zur Arbeit, kann er durch die geänderte Rechtslage und eine Entscheidung des Bundesfinanzhofs seit 2011 statt 0,03 Prozent monatlich 0,002 Prozent täglich zugrunde legen. In diesem Fall müssen Aufzeichnungen mit Angaben der entsprechenden Tage gemacht werden.

Nutzen Arbeitnehmer den Firmenwagen nur für ­Teilstre­cken zur Arbeit, wird diese Teilstrecke bei der Berechnung berücksichtigt. Für den Rest der Strecke ge­nügt der Nachweis eines anderen Transportmittels (zum Beispiel Bahn). Nur wenn Arbeitnehmer für einen vollen Kalendermonat kein betriebliches Fahrzeug zur Verfügung haben, verzichtet das Finanzamt auf den Ansatz eines einkommensteuerpflichtigen geldwerten Vorteils. Im Fall von Krankheit, Urlaub oder betriebsbedingter Abwesenheit kann es sich deshalb für Arbeitnehmer lohnen, den Firmenwagen den gesamten Monat im Betrieb zu belassen.

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