Doppelte Haushaltsführung

Doppelte Haushaltsführung - Pauschalen für den Verpflegungsmehraufwand

Nach dem Einkommensteuerrecht liegt doppelte Haushaltführung vor, wenn ein(e) Steuerpflichtige(r) außerhalb des Ortes, an dem er/sie einen eigenen Hausstand (als Lebensmittelpunkt) unterhält, beruflich tätig ist und auch am Ort der Berufstätigkeit (in der Zweitwohnung) übernachtet. Notwendige Mehraufwendungen, die einem abhängig Beschäftigten (Arbeiter oder Angestellten) wegen einer beruflich begründeten doppelten Haushaltsführung entstehen, sind Werbungskosten gemäß § 9 Einkommensteuergesetz.

Gewerbetreibende und sonstige Selbständige machen die doppelte Haushaltsführung gemäß §§ 4 und 9 Einkommensteuergesetz als Betriebsausgabe geltend. Entscheidend ist die berufliche Begründung des doppelten Haushalts. In der Folgezeit ist es unerheblich, aus welchen Gründen dieser weiter aufrechterhalten bleibt. Eine zeitliche Begrenzung des Werbungskostenabzugs gibt es derzeit nicht. Ein eigener Hausstand liegt bei Arbeitnehmern nicht vor, die in den Haushalt der Eltern eingegliedert sind oder in der Wohnung der Eltern ein Zimmer bewohnen.

Nicht erheblich ist der Familienstand der Steuerpflichtigen. Es können somit auch Lebenspartner oder Ledige ohne Partner einen doppelten Haushalt begründen. Als Zweitwohnung kommt jede entgeltlich oder unentgeltlich zur Verfügung stehende Unterkunft in Betracht, zum Beispiel eine Eigentums- oder Mietwohnung, ein möbliertes Zimmer oder eine Hotelunterkunft.

Für die ersten drei Monate der doppelten Haushaltsführung können die Pauschalen für den Verpflegungsmehraufwand, welche bei Dienstreisen angesetzt werden, als Werbungskosten abgezogen werden. Die Höhe der Pauschalen richtet sich nach der Dauer der Abwesenheit von der Familienwohnung oder dem Ort des Lebensmittelpunkts.

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