Unglaublich: Brüder sind zu Fuß auf dem Weg nach Indien

Marcel (rechts) und sein Bruder Marlon starten ihren Fußmarsch nach Indien.

Viel mehr als eine Million Schritte haben Marcel und Marlon schon zurückgelegt. Und sie wollen noch viel weiter laufen.

Die beiden Brüder sind 26 Jahre und 21 Jahre alt. Sie kommen aus Gelsenkirchen in Nordrhein-Westfalen. Und sie wollen zu Fuß bis nach Indien. Das ist ein fernes Land in Asien. Mittlerweile sind sie im Osten Europas angekommen.

Ihre Schritte müssen Marcel und Marlon zum Glück nicht selbst mitzählen. Das übernimmt ein Zählgerät für sie. Das tragen wir am Körper, schreibt Marcel in einer E-Mail. Über ihre Reise berichten die beiden Brüder im Internet auf der Seite www.zufussnachindien.de.

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Vor ein paar Tagen haben sie ihren Lesern einen ganz schönen Schrecken eingejagt. "Wir sind krank", schrieben sie. Die beiden hatten sich wohl einen fiesen Virus eingefangen - mit Fieber, Durchfall und Kopfschmerzen. Doch Marcel und Marlon hatten Glück: Sie waren in einem Kloster und wurden dort gut versorgt. Inzwischen sind sie wieder gesund. Und das ist auch gut so. Denn die beiden haben noch eine lange Reise vor sich.

Bis Indien sind es noch einige tausend Kilometer. Marcel und Marlon wollen im Herbst in der indischen Stadt Kalkutta sein. Im Moment liegen sie noch gut im Zeitplan, berichten sie. Pausen wegen Krankheiten haben sie nämlich eingeplant.

Bisher hat ihnen die Reise viel Spaß gemacht, schreibt Marcel. Aber die ersten Tage seien ganz schön hart gewesen mit den schweren Rucksäcken. "Doch man gewöhnt sich rasch daran."

In Österreich erlebten die Brüder ein richtiges Abenteuer: Kurz hinter der Hauptstadt Wien mussten sie durch Hochwasser waten. Wegen des heftigen Regens war aus einer Straße ein Fluss geworden. Das Wasser reichte ihnen bis zur Hüfte. Ihre Schuhe trugen sie in den Händen und die Hosen verstauten sie in den Rucksäcken - aber sie kamen auf der anderen Seite an.

Und ihre gute Laune lassen sich Marcel und Marlon sowieso nicht verderben: Die Menschen unterwegs seien freundlich, berichtet Marcel. Sie seien schon häufig zum Essen eingeladen worden. Und die Leute würden ihnen viel Glück wünschen. Das können sie bestimmt noch gebrauchen.

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