Zähne verraten Spannendes aus der Vergangenheit

Wissenschaftler finden beim Buddeln im Boden manchmal alte Skelette - oder auch nur ein paar Zähne. "Zähne erzählen uns fast alles", sagen die Forscher. "Wir können an einem einzigen Zahn sehen, zu welchem Tier er gehörte, wie es gelebt undwas es gefressen hat."

Sie buddeln und graben in Städten, Wäldern und Wüsten: Einige Forscher sind immer wieder auf der Suche nach Überresten von Menschen oder Tieren von vor langer Zeit. Dabei graben die Wissenschaftler aber nur selten komplette Skelette aus. Oft finden sie nicht mehr als ein paar Zähne.

Enttäuscht sind sie darüber jedoch nicht: "Zähne erzählen uns fast alles", sagen die Forscher zum Beispiel. "Wir können an einem einzigen Zahn sehen, zu welchem Tier er gehörte, wie es gelebt und was es gefressen hat." Verrückt - aber mit nur einem kleinen Zahn können die Forscher tatsächlich etwas in die Vergangenheit gucken!

Sie untersuchen die Zähne dazu ganz genau. An der Form zum Beispiel können sie schnell sehen, ob es sich etwa um einen Schneide- oder einen Backenzahn handelt. Dann schauen sie sich die Wurzeln und die Krone des Zahns genauer an. Die verraten etwas darüber, zu welchem Tier der Zahn einmal gehört hat. Denn bei manchen Tierarten haben die Zähne viele Wurzeln, bei anderen wenige. Bei wieder anderen gibt es gar keine Zahnwurzeln.

Ähnlich ist es mit der Zahnkrone. Elefanten oder Warzenschweine zum Beispiel haben besonders hohe Kronen. Bei anderen Tierarten ist die Krone eher flach. Die Kauflächen der Zähne verraten schließlich, ob das Tier ein Fleischfresser war oder ein Pflanzenfresser.

Nach und nach gibt der Zahn so seine Geheimnisse preis. Dass die Zähne so lange in der Erde erhalten bleiben, liegt übrigens daran, dass sie besonders hart sind. Sie werden nicht so leicht zerrieben oder von Wasser aufgelöst. Anders als Knochen werden Zähne außerdem meist nicht von anderen Tieren aufgefressen. Zu den ältesten Zähnen, die je gefunden wurden, gehören 400 Million Jahre alte Zähne von Fischen.

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