Wundcreme auf grauer Haut: Pfleger helfen Elefanten

Autsch! Elefantendame Jenny Hat ein paar Wunden am Kopf. Aber keine Sorge: sie heilen gut!

Salbe, Spritzen und Zäpfchen - das müssen auch Elefanten über sich ergehen lassen, wenn sie verletzt sind. So wie vier Elefanten im Zoo in Karlsruhe im Bundesland Baden-Württemberg.

Shanti, Rani, Ilona und Jenny verletzten sich am Rücken, als es vor fast drei Wochen in ihrem Zoo gebrannt hatte. Einige Wunden waren schlimm, andere Stellen nur leicht verletzt - wie bei einem Sonnenbrand.

Seither müssen die Elefanten eigentlich in ihrem Stall bleiben. Aber jeden Morgen von acht Uhr bis zehn Uhr geht's zum Sport an die frische Luft. „Die Pfleger laufen mit ihnen durchs Gehege oder schicken sie von einem Fleck zum anderen“, sagt die Tierärztin. Das hält die Tiere fit. Die Elefanten mögen es, sich mit Sand und Schlamm zu bespritzen. Das dürfen sie auch trotz der Wunden.

Danach waschen die Pfleger die Tiere im Stall - erst mit rauem Sand, dann mit feineren Schwämmen. Die Pfleger cremen nun die Wunden mit einer Salbe ein. Diese Salbe zieht manchmal schnell ein, manchmal bleibt aber auch ein weißer Klecks auf der grauen Haut zurück.

Am Morgen, am Mittag, am Nachmittag und in der Nacht müssen die Elefanten eingecremt werden. Aber die Tiere seien tapfer und würden den Pflegern gehorchen, sagt die Ärztin. Zum Glück - denn auf den Wunden der Dickhäuter hat sich schon Schorf gebildet. Doch die Haut von Elefanten ist fast zweimal so dick wie die Haut des Menschen und braucht daher auch länger, um zu heilen. Und sie ist sehr empfindlich. Deshalb müssen Shanti, Rani, Ilona und Jenny noch Monate behandelt werden.

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