Wüsten-WM: 2022 in Katar

In Katar freut man sich tierisch über die Fußball-WM 2022.

Stell dir vor, es ist Sommer und du willst mit deinen Freunden Fußball spielen. Ihr spielt auf einem Platz, auf den die Sonne mächtig knallt und plötzlich wird euch ganz schummrig.

Wie zermürbend Fußball bei großer Hitze ist, darüber reden gerade Fans und Experten. Man wundert sich darüber, dass der Fußball-Weltverband eine Weltmeisterschaft an den Wüstenstaat Katar auf der Arabischen Halbinselvergeben hat. Dort sollen die Fußballer im Jahr 2022 um den WM-Titel spielen.

Während des Turniers könnten dort 40 bis 50 Grad herrschen. Und dann über den Rasen hetzen? Die deutsche Nationalmannschaft hatte vor einiger Zeit ein Spiel in der Gegend. "Die Spieler haben unter den Temperaturen ganz schön gelitten", erinnert sich der Arzt des Teams.

Die Katarer wollen aber vorsorgen: Die Stadien sollen künstlich heruntergekühlt werden. "Wenn alles klimatisiert ist, sehe ich aus medizinischer Sicht nicht so ein großes Problem", sagt der Arzt der deutschen Nationalmannschaft. Dann müssten sich die Spieler aber wohl ständig in Räumen mit Klimaanlage aufhalten. Auch für die angereisten Fans kann die Hitze unangenehm werden.

Fußball ist in Katar noch nicht so beliebt wie zum Beispiel bei uns. Auch darum hätte ein anderes Land die Wahl gewinnen sollen, wo es mehr Fans gibt, finden einige. Der Weltverband hatte am Donnerstag für Katar gestimmt - und damit gegen die USA, Australien, Japan und Südkorea.

Katar ist ein sehr reiches Land, etwa durch seine Geschäfte mit Öl und Gas. Nun hoffen die Entscheider vom Weltverband, mit der WM dort viel Geld zu verdienen - und neue Fußball-Fans zu gewinnen.

Ähnlich ist es auch mit Russland. Auf Russland fiel die Wahl für die WM 2018 und auch damit sind nicht alle Leute glücklich. Weil die Stadien weit voneinander entfernt sein könnten, zum Beispiel. Diese Entscheidung ist aber längst nicht so überraschend wie Katar.

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