Wozu braucht man eigentlich Krankenkassen?

Einem Arzt gibt man nie direkt Geld in die Hand, das Zahlen übernimmt die Krankenkasse.

Oje, ist mir schlecht! Alles dreht sich, ich kann kaum aufstehen. Also ab zum Arzt, der behandelt mich, ich muss ihm aber nicht sofort Geld geben.

Denn meine Rechnung zahlt die Krankenkasse, oder auch Krankenversicherung genannt. Über so eine Kasse wurde jüngst viel geredet, denn sie hat große Geldsorgen.

Krankenkassen sollen dafür sorgen, dass jeder sich eine Behandlung leisten kann. "Wenn man krank wird und zum Arzt oder ins Krankenhaus muss, kann das richtig teuer werden", sagt ein Experte. "Eine Operation kostet viele tausend Euro." Solche und andere Kosten - etwa Geld für Tabletten - will man auf möglichst viele Menschen verteilen.

Das geht so: Erwachsene, die Arbeit haben, zahlen jeden Monat Geld in eine Art Topf ein. Reiche Menschen etwas mehr, arme ein bisschen weniger. Wenn dann jemand einen Arzt braucht, nimmt seine Krankenkasse das Geld aus ihrem Topf. Aber manchmal geben Kassen mehr aus, als sie im Topf haben. Etwa dann, wenn ihre Mitglieder besonders viel zum Arzt oder ins Krankenhaus müssen.

Wenn das Geld in ihrem Topf nicht reicht, kann eine Kasse von ihren Mitgliedern mehr Geld verlangen. Gerade wenn sie in Geld-Schwierigkeiten steckt, könnte ihr das helfen. Das Problem: Den Mitgliedern gefällt es meist gar nicht, mehr zu zahlen. Viele suchen sich dann lieber eine andere Kasse. Das macht die Geldnot der Kasse dann oft noch schlimmer.

Geht eine Kasse tatsächlich pleite, müssen sich die Mitglieder eine andere suchen. Das sollte aber kein großes Problem sein, sagt der Experte: Denn es gibt in Deutschland sehr viele Kassen.

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