Woher kommt eigentlich unsere Energie?

Umstrittene Energie: Zwei Kühltürme eines Atomkraftwerks dampfen in der Abendsonne. Ein Teil unseres Stroms kommt aus diesen Kraftwerken.

Autos, Küchengeräte, Fabriken... Sie alle verbrauchen irre viel Energie. Und die kommt nicht aus einer einzigen Quelle, also etwa nur aus Steinkohle. Dann wären die Vorräte noch schneller erschöpft.

Außerdem wäre das unsicher: Wenn zum Beispiel was in den Kraftwerken schieflaufen würde, dann könnten wir so schnell keine Energie woanders herbekommen - und stünden ziemlich dumm da. Deshalb: Die Mischung macht's. Wir gewinnen unsere Energie aus vielen verschiedenen Quellen. Fachleute nennen das Energiemix. So sieht er aus:

Immer noch liegt Erdöl weit vorn. Es liefert rund ein Drittel aller Energie. Wenn du einen Kuchen in drei Teile schneiden würdest, dann wäre das so viel wie eines der Teile. Wir brauchen Erdöl unter anderem zum Autofahren und Heizen. Weil es bei uns kaum Ölvorräte unter der Erde gibt, müssen wir es im Ausland einkaufen.

Auch aus Erdgas gewinnen wir sehr viel Energie, zum Beispiel Strom und Wärme fürs Haus. Erdgas kommt zum großen Teil ebenfalls von weither aus dem Ausland, meist durch große Röhren.

Wichtig sind auch Steinkohle und Braunkohle. Sie werden in Kraftwerken verbrannt und liefern ungefähr die Hälfte unseres Stroms. Auch die Industrie braucht Kohle, um zum Beispiel aus Eisenerz Stahl herzustellen.

Und dann stehen noch 17 Atomkraftwerke in Deutschland, die ebenfalls große Mengen Strom liefern. Über sie wird heftig gestritten. Denn wenn in einem der Kraftwerke ein Unfall passiert, kann das enorm gefährlich für Menschen, Tiere und Pflanzen werden. Irgendwann sollen die Kraftwerke bei uns deshalb abgeschaltet werden.

Vorher müssen aber zuerst die erneuerbaren Energiequellen stärker gefördert und genutzt werden, sagt die Regierung. Wir müssen also in der Lage sein, mehr Strom und Wärme zum Beispiel aus der Kraft von Wind, Sonne und Wasser zu gewinnen.

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