Wirbel in der Kirche wird oberste Chefsache

Geschockt: So reagieren die meisten Menschen in Deutschland gerade auf eine Flut von Nachrichten. Nach und nach kommt heraus: In Schulen sind schlimme Sachen mit Kindern passiert.

Viele der Schulen und Internate gehören zu der katholischen Kirche. Schüler wurden dort von Erwachsenen missbraucht und gequält. Das ist zum großen Teil lange her. Die Kinder sind inzwischen erwachsen. Aber viele leiden bis heute. Das Ganze ist so ein Skandal, dass es jetzt zur obersten Chefsache wurde. Papst Benedikt XVI.(gesprochen: der Sechzehnte) wurde eingeschaltet.

Der Papst ist der mächtigste Mann der katholischen Kirche. Und er empfing einen der wichtigsten Kirchenmänner Deutschlands. Der heißt Robert Zollitsch. Zollitsch war in den Vatikan gereist, um dem Papst zu erzählen, wie die deutschen Kirchenleute mit den Problemen umgehen. Der Vatikan liegt in der Stadt Rom in Italien und ist der Ort, an dem der Papst lebt.

Für viele Leute ist es sehr wichtig, dass der oberste Kirchenchef zu dem Thema klar seine Meinung sagt. Das war in der katholischen Kirche lange Zeit nicht selbstverständlich. Etliche sagen: Gerade mächtige Kirchenmänner haben den Missbrauch oft nicht richtig ernst genommen. Oder es war ihnen zu peinlich, darüber zu reden. Sie wollten die Fälle lieber verschweigen. Auch deshalb konnten einige Täter immer weiter Kinder quälen, glauben viele Menschen. Diese Haltung ändert sich in der Kirche gerade. Auch Politiker mischen sich stark in das Thema ein.

Als es um ähnliche Fälle in anderen Ländern ging, machte der Papst klar, dass es sich um "abscheuliche Verbrechen" handelt. Dss so etwas in der katholischen Kirche auf keinen Fall wieder passieren darf. Und dass die Fälle aufgeklärt werden müssen. Der Papst traf sich außerdem in den USA mit Menschen, die früher von Kirchenleuten missbraucht worden waren. Er entschuldigte sich dafür.

Der Papst: Ein Mann, der ganz oben steht

Und er ist der oberste Chef der katholischen Kirche. Der Name Papst stammt vom griechischen Wort "pappas" und bedeutet "Vater".

Seit 2005 hat das Amt ein deutscher Kirchenmann. Er wird Papst Benedikt XVI. (sprich der Sechzehnte) genannt. Sein richtiger Name ist Joseph Alois Ratzinger. Er kommt aus Bayern. Hier wurde er am 16. Apil 1927 in Marktl am Inn geboren. Er ist also 82 Jahre alt.

Wer den Papst besucht, vereinbart nicht einfach ein Treffen. Er bekommt eine sogenannte Audienz. Das Wort stammt aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie Anhörung. Der Papst empfängt den Besucher also. Der sagt dann aber nicht "Hallo Papst". Die richtige Anrede lautet: "Guten Tag, Heiliger Vater" oder "Eure Heiligkeit".

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