Wieso liegt der Weltraum-Flughafen in Südamerika?

Mitarbeiter überwachen in der Kontrollstation des Weltraumbahnhofs den Start einer Rakete.

Von dem Weltraum-Flughafen in Kourou starten seit rund 30 Jahren alle europäischen Ariane-Raketen. Aber wieso befindet sich der Platz eigentlich in Südamerika und nicht in Europa? Dafür gibt es mehrere Gründe.

Französisch-Guayana liegt sehr nahe am Äquator. Das ist wichtig. Denn ein Mensch oder ein Gegenstand am Äquator werden schneller bewegt als etwas, das zum Beispiel auf der Erde näher bei uns ist. Diese Erddrehung am Äquator gibt den Raketen beim Start dort einen zusätzlichen Schubs. Experten nennen das den "Steinschleuder-Effekt" - denn die Rakete wird ähnlich wie der Stein weggeschleudert. Dadurch kann sie schneller fliegen und braucht weniger Treibstoff.

Der kleine Ort Kourou liegt direkt am Atlantischen Ozean. Als die Franzosen den Weltraum-Flughafen bauten, lebten nur wenig Menschen in der Umgebung. Noch heute wohnen keine Menschen zu nah an dem riesigen Gelände. Außerdem können die Raketen von dort über's offene Meer fliegen. Und abgebrannte Teile fallen in den Ozean.

Der Weltraum-Flughafen wird gerade ausgebaut. Denn bald soll von dort auch die europäische Vega-Rakete starten. Sie ist etwas kleiner als die Ariane 5. Auch Russland will künftig seine Raketen von Kourou aus ins All schießen.

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