So werden die Musik-Charts gemacht

Alles unter Kontrolle: Maik Hausmann ermittelt in Baden-Baden die Musik-Charts.

Rihanna, Kesha und die anderen Top-Sänger wollen am liebsten vorn dabei sein - in den Charts. Diese Hitlisten geben jede Woche an, welche Sänger gerade besonders erfolgreich sind.

Wer in den Charts vorne landet, wird von den Käufern entschieden: Wenn sehr viele Leute die neue CD von Robbie Williams kaufen, landet sie weit vorne in den Charts. Doch woher weiß man eigentlich, wer wie viele CDs verkauft hat?

Die meisten Läden haben sogenannte Scannerkassen. Jede CD, die verkauft wird, zieht der Verkäufer über die Ladenkasse. Und der Computer erkennt am Strichcode, welche Platte das ist. Der Strichcode ist das Streifenmuster, das meist auf der Rückseite der CD ist.

Ein Computer speichert dann, wie oft an einem Tag zum Beispiel die CD von Robbie Williams verkauft wurde. Da immer mehr Leute Musik im Internet herunterladen, wird auch das gezählt. Internetläden speichern ebenfalls, wie oft sie welches Lied verkaufen.

Die Computer schicken diese Daten dann nach Baden-Baden in Baden-Württemberg. Hier sitzt die Firma Media Control. Maik Hausmann ist verantwortlich für die Musik-Charts. Er und seine Kollegen erstellen jede Woche die Ranglisten. Sie werden dabei von einem Computer unterstützt.

Sie prüfen zunächst, ob die Daten glaubwürdig sind. Denn manche Leute versuchen, Verkaufszahlen so zu fälschen, dass sie besser dastehen. "Auffallen würde uns auch, wenn in einem Ort mit 2000 Einwohnern plötzlich 5000 Robbie-Williams-Platten verkauft würden", sagt ein Sprecher von Media Control. Auch wenn der Verkauf zu einer ungewöhnlichen Tageszeit stattfand, würde das die Prüfer misstrauisch machen.

Wenn alles stimmt, gehen die Daten ins System und der Rechner zählt alle verkauften CDs zusammen. Danach können die Mitarbeiter ablesen, wer in dieser Woche an der Spitze gelandet ist.

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