Wenn Mama krank ist - Dorfhelferinnen im Einsatz

Wenn die Mutter eine gebrochene Hand hat dann hilft die Dorfhelferin gerne mal aus.

Ich mag andere Menschen gern - egal wie sie sind. So muss eine Dorfhelferin auf jeden Fall denken, damit ihr der Beruf Spaß macht. Denn als Dorfhelferin geht sie in Familien, um diese zu unterstützen.

Oje, es ist ein chaotischer Tag im Haus von Almut Detmering in Hademstorf. Sie bekommt gerade neue Küchenmöbel. Der Herd ist schon geliefert, steht aber noch im Wohnzimmer rum. Ihre beiden Kinder Johann und Konrad kommen gleich zum Essen herein. Das kann heute nur auf einer kleinen Kochplatte zubereitet werden. Zu allem Überfluss kann Almut Detmering nicht richtig mit anpacken. Sie wurde gerade an der rechten Hand operiert, und die ist jetzt eingegipst. Abeuntersr zum Glück ist Gabi Ameis da. Gabi Ameis ist eine Dorfhelferin.

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Dorfhelferinnen helfen nicht etwa einem Dorf, sondern in Familien. Früher war es so, dass sie meist auf Bauernhöfen auf dem Dorf eingesetzt wurden, wo es sehr viel Arbeit gibt. Heute helfen Dorfhelferinnen auch bei Familien in der Stadt aus. Der Name ist trotzdem geblieben. Sie sind zur Stelle, wenn eine Mutter sich einmal nicht richtig um ihre Familie kümmern kann. Den Einsatz einer Dorfhelferin muss die Familie beantragen, damit er genehmigt und bezahlt wird. Manchmal, wenn der Vater Hausmann ist, springen die Dorfhelferinnen auch für Männer ein.

Viele Menschen wissen nicht, dass es Dorfhelferinnen gibt. Almut Detmering schon. Sie ist selbst Dorfhelferin von Beruf und lässt sich jetzt helfen. Gabi Ameis, die gerade leckeren Kartoffelbrei mit Bratwurst gemacht hat, ist ihre Kollegin. Beide können viel von ihrem Beruf erzählen - sie erleben schließlich andauernd etwas Neues. Sie unterstützen eine Familie nämlich oft nur ein paar Tage oder Wochen am Stück. Dann geht es zur nächsten.

"Wenn wir im Einsatz sind, ist ja die Mutter einer Familie gerade krank oder sogar im Krankenhaus. Darum müssen wir sehr selbstständig arbeiten", erzählen die beiden Frauen. Und das sieht so aus: Sie kochen das Essen in dem fremden Haushalt, waschen Wäsche, holen die Kinder von der Schule ab, machen mit ihnen Hausaufgaben, spielen mit ihnen und vieles mehr. Das ist gar nicht so einfach, weil die Familie alles so gewohnt ist, wie die Mutter es macht. "Was es zu essen geben soll, sprechen wir meistens mit der Familie ab. Und oft hängt ein Kalender in der Küche. Da steht zum Beispiel drin, wann die Kinder Sport haben oder ob sie zum Arzt müssen", erzählt Almut Detmering.

Für die Dorfhelferinnen ist immer wieder alles neu in den Haushalten, in die sie geschickt werden. Aber toll ist es auch, findet Gabi Ameis: "Ich bekomme manchmal Ideen, was ich selbst zu Hause anders machen kann."

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