Welttag des Buches: Lesefest für Buch-Fans

Swantje liest: Der "Welttag des Buches" ist immer am 23. April.

Dicke oder dünne, mit großen oder kleinen Buchstaben beschrieben, in einem festen oder weichen Einband: Bücher sehen nicht nur verschieden aus, sie drehen sich auch um unterschiedliche Themen. Und sie begleiten uns ständig - egal ob in der Schule zum Mathe pauken oder am Strand zum Schmökern.

Sogar einen weltweiten Feiertag für das Lesen und für Bücher gibt es. Er heißt "Welttag des Buches" und ist immer am 23. April. Das ist dieses Jahr ein Samstag.

An dem Tag - aber auch schon davor und danach - kannst du Veranstaltungen besuchen. Zum Beispiel eine Vorlesung in einer Buchhandlung. Im Internet unter http://dpaq.de/EcwhK findest du vielleicht etwas in deiner Nähe. Schau doch mal rein ...

Die Idee zum Welttag des Buches kommt übrigens aus Katalonien. Das ist eine Region im Nordosten des Landes Spanien. Dort schenken sich Menschen jedes Jahr am 23. April Rosen und Bücher.

Kompliziert: Die Druckmaschine

Vorne kommt ein weißes Papier rein, und hinten flutscht ein bunt bedrucktes wieder heraus. Was wie Zauberei wirkt, ist in Wirklichkeit ein kompliziertes System:

Eine Druckmaschine ist oft eine lange Maschine mit mehreren hohen Türmen. Die Druckmaschine bei Frank Schmohl hat fünf Türme. "In jedem Turm wird eine andere Farbe auf das Papier gedruckt", erklärt der Drucker aus Berlin. "Gedruckt wird immer von dunkel nach hell." Also kommt erst Schwarz, dann Cyan, dann Magenta und dann Gelb aufs Papier. In jedem der Türme sind drei große Walzen. Das sind Rollen, die sich schnell drehen. Um die oberste Rolle legt Frank die Druckplatte. Um die zweite Walze ist ein Gummibezug gespannt, und die dritte schiebt das Papier von Turm zu Turm.

Wenn ein Arbeiter dann in den ersten Turm schwarze Farbe schüttet, läuft sie über die Druckplatte und bleibt an den Buchstaben darauf hängen. Die Walze dreht sich und presst die Buchstaben auf das Gummi der zweiten Walze. Die dreht sich aber auch, und so presst die Gummiwalze nun die Buchstaben auf das Papier, das darunter vorbeiflutscht. Und damit die Farbe auf dem Papier nicht verwischt, kommt im fünften Turm noch ein durchsichtiger Lack drüber.

Fadenzähler

In der Druckerei von Frank Schmohl liegen an jeder Ecke welche davon: Fadenzähler. Ein Fadenzähler ist eine besondere Lupe.

Der Fadenzähler hat drei große Seiten. Auf einer davon kann man den Fadenzähler auf den Tisch stellen. Dann ist oben die Lupe. Guckt man nun durch, sieht man alles stark vergrößert. Außerdem sind auf die untere Seite des Fadenzählers Zahlen und Striche gezeichnet, ähnlich wie auf einem Lineal. Damit kann man zum Beispiel ablesen: Wie groß ist das Bild, das man gerade anguckt?

Frank braucht die Fadenzähler, um zu prüfen, ob seine Druckmaschinen gut gedruckt haben. Das kann er an dem Fadenkreuz am Rand des Papiers ablesen. Das ist ein runder Kreis, mit einem Kreuz drin. Auf jedem Papier sollte nur ein Fadenkreuz zu sehen sein. Sind da aber zwei nebeneinander, dann hat die Maschine nicht richtig gedruckt - und Frank muss sie eben neu einstellen. (dpa)

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