Weltraumfrachter verglüht über dem Ozean

So sah der Raumtransporter "Johannes Kepler" aus bevor er verglühte. (Foto: ESA)

Ist das eine gigantische Sternschnuppe? Nein, das ist der Weltraumtransporter "Johannes Kepler". Pardon, das war er... Denn den Frachter gibt es nicht mehr.

Er ist in der Atmosphäre der Erde verglüht. Das war Absicht. Niemand saß an Bord. Experten steuerten den Absturz aus einem Kontrollzentrum in Frankreich.

Der Frachter hatte seinen Zweck erfüllt: Er flog vor knapp vier Monaten zur Internationalen Raumstation ISS, um den Bewohnern Nachschub zu bringen. Er hatte sieben Tonnen Lebensmittel, Ausrüstung, Treibstoff und Forschungsinstrumente geladen. Die Astronauten luden alles aus und bepackten den Transporter dann mit haufenweise Müll. Der ist jetzt futsch - praktisch!

Es sind allerdings nicht alle Teile des Raumfrachters verglüht. Manche - zum Beispiel die Hauptmotoren - können extreme Hitze aushalten. Sie stürzten in einer unbewohnten Gegend zwischen Chile und Neuseeland in den Pazifischen Ozean, berichtete die Europäische Raumfahrtbehörde ESA. Die Schiffe und Flugzeuge in der Gegend seien gewarnt worden.

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