Welcher Baum steckt unter dem Weihnachsschmuck?

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Der richtige Baum ist gefunden. Jetzt muss er nur noch bis Heiligabend frisch bleiben.

Ein Weihnachtsfest ohne ihn? Das können sich viele Leute kaum vorstellen. Ein schön geschmückter Weihnachtsbaum gehört für sie einfach dazu. Aber wusstest du, dass man sich unterschiedliche Bäume ins Wohnzimmer stellen kann?

Er pikst und riecht. Komische Sache! Dabei war der Baum beim letzten Weihnachtsfest doch ganz anders: Er hatte weiche Nadeln und roch nach Zitrone. Woher das kommt? Unter der bunten Verkleidung aus Lichterketten, Weihnachtskugeln oder Strohsternen verstecken sich ganz unterschiedliche Bäume. Wie ihr herausfinden könnt, welcher Baum in eurem Wohnzimmer steht? Ein Blick auf die Nadeln kann da weiterhelfen oder auch daran zu schnuppern...

DIE NORDMANNTANNE: Wenn die Nadeln flach sind und oben dunkelgrün glänzen - dann könnte es eine Nordmanntanne sein. Unter den Nadeln seht ihr zwei lange helle Streifen. Jede Nadelspitze ist eigentlich gar nicht spitz, sondern teilt sich in zwei winzig kleine Rundungen - deshalb piksen die Nadeln nicht. Außerdem sieht es so aus, als ob sich die Nadeln mit kleinen Saugfüßen am Zweig festhalten. Zerbrecht ihr ein paar Nadeln und reibt sie zwischen den Fingern, dann riechen sie gut und vielleicht ein wenig nach Orange. Die Nordmanntanne ist bei uns ein sehr beliebter Weihnachtsbaum. Aber weil sie langsam wächst, ist sie auch recht teuer.

DIE FICHTE: Habt ihr so eine in eurem Wohnzimmer, dann sind die Nadeln rund und spitz. Sie stechen, wenn ihr an ihren Zweigen die Christbaumkugeln aufhängen wollt. Manchmal riechen Fichten ein bisschen komisch und schon nach wenigen Tagen fallen die ersten Nadeln auf den Boden. Denn sie kommen unter anderem nicht so gut mit der Wärme im Raum klar. Dafür haben sie eine schöne dunkelgrüne Farbe. Und sie sind oft auch ziemlich rund - deshalb sagen manche Leute auch: Fichten haben einen dicken Bauch. Da muss man sich manchmal ordentlich strecken, um dem Baum die Spitze aufzusetzen. Übrigens gibt es mehrere Arten von Fichten.

DIE DOUGLASIE: Hat sich eine Douglasie in euer Wohnzimmer tragen lassen, dann sind die Nadeln oben schön dunkelgrün mit einer kleinen Rille in der Mitte. Die Nadelspitze ist abgerundet und pikst nicht. Überhaupt sind die Nadeln der Douglasie sehr weich und biegsam. Wenn ihr sie zerreibt, dann riechen sie nach Zitrone. Die Douglasie, die man bei uns finden kann, kommt ursprünglich aus Nordamerika.

DIE KIEFER: Wenn die Nadeln in kleinen Bündeln aus den Zweigen wachsen, dann kann es eine Kiefer sein. Weihnachtskiefern sind sehr selten, weil sie meist auch viel zu unförmig sind, um sie mit Schmuck zu behängen. Manche sehen ganz nackt aus und oft auch ein wenig traurig mit ihren hängenden Nadeln. Schnell die bunten Lichter drauf, dann sieht die kleine Kiefer schon anders aus.

DER PLASTIKBAUM: Der sieht irgendwie genauso aus, wie der im Jahr davor. Und da davor. Und da davor. Obwohl schon viele Jahre vergangen sind, ist er immer noch taufrisch und glänzend grün. Aber seine Nadeln haben zum Beispiel keinen Geruch. Erraten? Richtig, es kann nur ein künstlicher Baum sein. Der kommt nach Weihnachten einfach wieder in den Keller - bis zum nächsten Fest...

Weihnachtsbäume werden extra angepflanzt

Wo kommen eigentlich unsere Weihnachtsbäume her? Habt ihr euch das schon mal gefragt? Nur wenige Bäume stammen direkt aus dem Wald. Die meisten Weihnachtsbäume werden extra angepflanzt.

Sie wachsen in bestimmten Anbaugebieten - zu ihnen sagt man zum Beispiel auch Weihnachtsbaum-Plantagen.

Dort pflanzen Leute die kleinen Bäume dicht an dicht. Große Anbaugebiete gibt es bei uns zum Beispiel in den Bundesländern Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen.

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