Weihnachten: Wie feiert der Bundespräsident?

Christian Wulff und seine Frau Bettina freuen sich auf Weihnachten. Mit einer Schülergruppe probten die beiden einige Adventslieder.

Hierhin und dorthin. Der Bundespräsident reist in ferne Länder, schüttelt verschiedene Hände, hält Reden, lässt sich fotografieren. Christian Wulff hat ständig Termine.

Der 51-Jährige wurde in diesem Sommer zum Bundespräsidenten gewählt. Weil sich seitdem viel verändert hat, freue er sich in diesem Jahr ganz besonders auf Weihnachten, sagt der Politiker.

Trotzdem ist er noch nicht dazugekommen, das Fest genau zu planen. Wenn es darum geht, den Weihnachtsbaum zu schmücken, will er sich aber raushalten. "Das macht meine Frau", sagte Christian Wulff. Er ist zum zweiten Mal verheiratet. Zu seiner Familie gehören auch eine ältere Tochter und zwei Jungs - einen davon hat seine zweite Frau mit in die Familie gebracht.

Weihnachten feiert der Bundespräsident mit seiner Familie und ganz viel Verwandtschaft. "Das wechselt immer, wo wir Weihnachten feiern, diesmal bei uns. Die Familie werde am Nachmittag in die Kirche gehen und mindestens ein Weihnachtslied singen. "Der Siebenjährige wird auch ein Weihnachtsgedicht vorgetragen", kündigte der Bundespräsident an.

Und was wünscht sich Christian Wulff zu Weihnachten? "Für mich ist das das Schönste, wenn die Kinder etwas selber machen." Darüber würde er sich mehr freuen als über gekaufte Geschenke.

Weihnachtsgeschenke: Ein Tipp vom Bundespräsidenten

Was mag das wohl für ein Geschenk sein? Schnell das Papier abmachen und dann... Oh je, warme Socken. Die hatte man sich doch gar nicht zu Weihnachten gewünscht.

Mit manchen Geschenken kann man nichts anfangen - vielleicht kommen sie von der Tante oder von der Oma. So etwas ist sogar schon dem Staatsoberhaupt in Deutschland passiert, dem Bundespräsidenten Christian Wulff.

"Das ist in Kinderzeiten vorgekommen, aber ich habe es mir nicht anmerken lassen", sagte Christian Wulff. Er bekam zum Beispiel eine Schallplatte, die er nicht mochte. Und was hat er mit dem Geschenk gemacht? "Ich habe es dann mit anderen getauscht." Vielleicht ist das auch eine Idee für dich, wenn dir so etwas an Heiligabend passieren sollte ...

 

Weihnachtswünsche an den Bundespräsidenten

Balint steht in einem Raum in einem Schloss und liest eine Weihnachtsgeschichte vor. Vor ihm stehen seine Mitschüler - und neben ihm ein besonderer Zuhörer: der Bundespräsident.

Bundespräsident Christian Wulff, die Nummer eins in der deutschen Politik! - Ob der Achtjährige da aufgeregt war? "Nein, eigentlich nicht. Nur ein kleines bisschen", erzählte der Schüler.

Der Drittklässler aus Berlin besuchte den Bundespräsidenten in dem Schloss, in dem er arbeitet. Balint kam zusammen mit etwa 50 anderen Jungen und Mädchen aus seinem Schulchor. Der Bundespräsident hatte die Kinder eingeladen, um mit ihnen gemeinsam die Beleuchtung eines riesigen Weihnachtsbaumes anzuknipsen. Der steht vor dem Schloss.

Vorher lauschten der Bundespräsident und seine Frau, wie Balint vorlas und wie die Kinder drei Lieder vorsangen. "Wir haben die Lieder ganz doll geprobt", verriet Miriam. Die Elfjährige war auch nach dem Singen noch aufgeregt.

Der Bundespräsident forderte die Kinder auch auf, ihm später aufzuschreiben, was sie sich von ihm zu Weihnachten wünschen. Er wollte wissen, wofür er sich einsetzen soll. Balint und Miriam waren sich einig: Dass es keinen Krieg mehr gibt. Miriam fügte hinzu: "Und dass es keine Einbrecher und kein Umbringen und so was mehr gibt."

Für die jungen Besucher gab es nach ihrer Vorführung im Schloss noch Punsch und Kekse, bevor es in dicken Jacken kurz raus in die Kälte ging. Dort ließen sie zusammen mit dem Bundespräsidenten den riesigen Tannenbaum erleuchten. Der ist etwa elf Meter hoch, also noch höher als der Zehn-Meter-Turm in Schwimmbad. Per Knopfdruck gingen die Lichter an.

Mit nach Hause nahmen die Schüler später auch Weihnachtstüten - mit kleinen Geschenken als Überraschung. (dpa)

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