Frühlingsstrauß: Weidenzweige zu Ostern

Wenn du Weidenkätzchen in der Natur entdeckst, lass sie lieber am Baum.

Weidenkätzchen machen sich sehr hübsch als Frühlingsstrauß in der Vase. Zu Ostern lassen sich die Zweige zum Beispiel noch mit selbstbemalten Ostereiern verschönern. Aber nicht bei jedem sind die Kätzchen nur als Schmuck gedacht.

In manchen Gegenden binden Christen die Weidenzweige mit anderen Zweigen zusammen und ziehen zusammen mit anderen gläubigen Menschen durch die Straßen. Sie tragen die Sträuße oft in die Kirche oder hängen sie an Kreuze. Das passiert am Sonntag vor Ostern, am sogenannten Palmsonntag.

Das hängt mit einer Geschichte aus der Bibel zusammen. In dieser Geschichte kam Jesus kurz vor seinem Tod in die Stadt Jerusalem. In der lebten viele seiner Gegner. Es wird aber berichtet, dass Jesus dort feierlich empfangen wurde. Zu seinen Ehren schwenkten Menschen am Wegesrand Palmenzweige und breiteten sie auf dem Boden aus.

Daran erinnern Menschen am Palmsonntag. Weil bei uns keine Palmen wachsen, verwenden Christen bei uns andere Zweige, auch Weiden-Zweige. Weidenkätzchen werden deswegen auch Palmkätzchen genannt.

So vermehrt sich eine Weide

In einem Weidenkätzchen stecken mehrere Blüten der Weide. Blüten dienen dazu, dass sich ein Baum fortpflanzen kann, also weitere Weiden wachsen können.

Dafür braucht ein Baum männliche und weibliche Blüten. Weiden besitzen meist nur männliche oder nur weibliche Blüten. Die männlichen kannst du leicht erkennen, wenn du zur Blütezeit am Baum rüttelst, erklärt ein Experte. Dann staubt es kräftig. Denn sie haben sogenannte Staubbeutel. Darin sind sehr feine Körner, sie heißen Pollen.

Damit neue Weiden wachsen können, muss so ein Pollenkorn zu einer weiblichen Blüte gelangen. Dabei hilft zum Beispiel der Wind. Er trägt die leichten Blütenpollen davon. So können die männlichen Pollen auf einer weiblichen Blüte landen. Dann entstehen Samen und später daraus ein neuer Baum.

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